"Regionalstadtbahn weißt gegenüber der S-Bahn viele Vorteile auf !"

 


Pressemitteilung 03/2002 vom 04.02.2002

VCD-Vergleich von Verkehrskonzepten für Bremen und die Unterweserregion

Bremen/ Oldenburg. Ein RegionalStadtBahn-, kurz: RSB-Konzept, für die Linie Bremen - Nordenham/Oldenburg und eine zukünftige Verlängerung bis Rotenburg (Wümme) genießt beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) Vorrang vor einem alternativen S-Bahn-System. Dies ist das Ergebnis mehrerer Arbeitssitzungen einer VCD-Arbeitsgruppe, die sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Thematik beschäftigt und auch Gespräche mit der Weserbahn GmbH und der Deutschen Bahn AG als aussichtsreichste Anbieter geführt hatte.

„Beide Konzepte haben ihren Charme. Die RegionalStadtBahn bietet jedoch aus unserer Sicht bessere Chancen, mehr Menschen zum Umstieg in den Öffentlichen Nahverkehr zu bewegen,“ erklärt der Bremer VCD-Landesvorsitzende Norbert Lippek. „Vor allem die Führung der Regionalstadtbahn von den DB-Gleisen über das Straßenbahnnetz direkt in die Bremer Innenstadt ist unschlagbar. Unnötige Fußwege vom Hauptbahnhof in die Innenstadt entfallen und reduzieren die Gesamtreisezeit von Tür zu Tür“, meint auch Wilfried Jankowski vom VCD-Landesverband Niedersachsen. Wichtig für den VCD ist allerdings auch, das es weiterhin Direktverbindungen von Nordenham in den Bremer Hauptbahnhof geben muss. Hiervon profitieren vor allem Fahrgäste, die einen Anschluss an die Fernzüge erhalten möchten. Das RSB-Konzept geht nach VCD-Angaben von mehreren neuen Haltepunkten auf den bestehenden Linien von Bremen nach Nordenham und Oldenburg aus. Außerdem sei in Nordenham mit einer Verlängerung der Bahnverbindung nach Blexen der Anschluss an die Fähre nach Bremerhaven gewährleistet.

Die Deutsche Bahn AG favorisiert hingegen einen Umstieg in Nordenham auf den Stadtbus, um an die Fähre zu gelangen. „Zu umständlich!“, urteilt Lippek. „Der Stadtbus Nordenham soll zukünftig die anwachsenden Verkehrsströme der Regionalstadtbahn in die Region optimiert herstellen und somit neue Kunden gewinnen.“ Befürchtete Kapazitätsengpässe zwischen Oldenburg und Bremen sollte es durch den Einsatz moderner Regionalstadtbahn-Fahrzeuge nicht geben, da die vorhandenen RegionalExpress-Züge der Deutschen Bahn AG erhalten blieben. Die Regionalstadtbahn ersetzt lediglich die zur Zeit stündlich verkehrende Regionalbahn. Dafür bedient die RSB auch weitere Halte im Oldenburger Westen, z.B. den Pferdemarkt und die Universitäten (Ost und West).

Der VCD legt den zuständigen Politikern in Bremen und Niedersachsen unter Betrachtung aller Gesichtspunkte nahe, sich für das Konzept der Regionalstadtbahn auszusprechen, die mittelfristig auch Rotenburg (Wümme) und weitere Kommunen anbinden sollte. Aber auch die S-Bahn mit ihren modernen Fahrzeugen soll eine Chance erhalten. Für die Strecken Bremerhaven – Twistringen und Vegesack – Verden bieten sie nach Meinung des VCD eine gute Perspektive, das Angebot im Schienenverkehr zu verbessern.

Rückfragen: Norbert Lippek (VCD-Bremen), Tel. 0171 7851424,
Wilfried Jankowski (VCD-Niedersachsen), Tel. 0441 62532
 

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