VCD: "Küsten-Transrapid bremst wichtige Verkehrsprojekte aus!"

 


Pressemitteilung 04/2002 vom 06.02.2002

Hannover. Der „Küsten-Transrapid“ von Hamburg nach Amsterdam bremst nach Ansicht des Verkehrsclub Deutschland (VCD) wichtige norddeutsche Verkehrsprojekte aus. So steht zu befürchten, dass sich die Deutsche Bahn AG noch weiter aus dem parallelen Schienenpersonenverkehr zurückzieht. Darunter hätten nach VCD-Meinung vor allem zahlreiche niedersächsische Mittelzentren zu leiden.

Der neuerliche Vorstoß von Niedersachsens Ministerpräsident Gabriel zum Bau des Küsten-Transrapids unterläuft nach Auffassung des VCD alle Anstrengungen für eine moderne Schienenverkehrspolitik. „Schon heute ist die Anbindung von Hamburg und Hannover in Richtung Amsterdam mehr als schlecht.“, bemängelt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Durch den ersatzlosen Fortfall vieler InterRegio-Verbindungen haben zahlreiche Mittelzentren den Anschluss an das Fernbahnnetz verloren. Weitere Kürzungen seien nach VCD-Auffassung nicht auszuschließen. „Eine Landespolitik mit Blick für die Mobiltätsbedürfnisse für die Menschen im eigenen Land solle sich lieber an das finanziell Machbare orientieren

anstatt immer wieder milliardenschwere und somit unrealistische Großprojekte zu forcieren!“ Der VCD fordert die niedersächsische Landesregierung auf, sich statt für den Küsten-Transrapid besser für den Ausbau einer attraktiven Schienenverbindung von Hamburg über Bremen, Oldenburg, Leer nach Groningen und Amsterdam einzusetzen. Ferner müsse die direkte InterRegio-Linie von Hannover über Osnabrück nach Amsterdam aufgewertet werden. Dazu zähle auch eine Steigerung des jetzigen Zugangebotes.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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