Ausfall von Neigetechnikzügen zwischen Hannover und Bad Harzburg:

 


Pressemitteilung 08/2002 vom 02.03.2002

VCD fordert rasche Lösung für Bahnverkehr im Harz /
Auch im Südharz Probleme anpacken

Hannover. Angesichts der zunehmenden Probleme im Harzer Bahnverkehr mahnt der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, von allen Beteiligten rasche Lösungen an. Sowohl der Ausfall der Neigetechnik-Züge zwischen Hannover und Halle als auch der derzeit eingestellte Personenzugverkehr zwischen Walkenried und Nordhausen schaden dem positiven Image der umweltfreundlichen Eisenbahn.

„Auch wenn die Verursacher der aktuellen Probleme im Harz nicht klar auszumachen sind, so benötigen wir nun sehr rasche Schritte, um das Vertrauen vieler frustrierter Fahrgäste zurück zu gewinnen“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Martin Mützel aus Göttingen. Der VCD fordert die Deutsche Bahn AG auf, umgehend auf der Verbindung Hannover – Hildesheim – Goslar - Halle Ersatzzüge mit ausreichend Sitzplätzen zur Verfügung zu stellen. Wegen technischer Probleme mit den modernen Neigetechnik-Zügen bestehen derzeit chaotische Zustände auf dieser Bahnlinie. Da nur fünf der vorhandenen zehn Züge eingesetzt werden können, herrsche in vielen Züge qualvolle Enge. „Alles andere als eine Werbung für das Verkehrssystem Bahn“, bekennt Mützel. Auch im Südharz ist der VCD mit der Situation im Bahnverkehr unzufrieden. Nachdem sich die angekündigten Sanierungsarbeiten an der Strecke zwischen Walkenried und Woffleben immer wieder verzögerten, hat nun ein Hangrutsch den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht. Die Ersatzbusse können den Fahrplan nicht einhalten. „Wir erwarten, dass diese Strecke schnellstmöglich instand gesetzt wird“, fordert Mützel.

Pikanterweise handelt es sich beim besagten Abschnitt um die erste Schienenverbindung, die nach dem Mauerfall wieder eröffnet wurde. Der VCD als Umwelt- und Verbraucherverband fordert die Deutsche Bahn AG und die verantwortlichen Politiker auf, schnelle Lösungen für beide akuten Problemfälle zu finden. „Bahnfahren muss auch im Harz wieder attraktiver werden, damit künftig noch mehr Fahrgäste von der Straße auf die Schiene wechseln“, so Mützel.

Rückfragen: Martin Mützel, Tel. 0171 9335381

 

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