VCD: „Verkehrspolitisches Trauerspiel in Lilienthal!“ Gemeinde hält aber an Umfahrungsstraße fest
Pressemitteilung 11/2002 vom 09.03.2002
Straßenbahnlinie 4 von
Bremen nach Lilienthal abgelehnt: „Verzicht auf eine optimale und attraktive ÖPNV-Anbindung und gleichzeitig Millionensubventionen in den umweltunverträglichen Straßenbau: In Lilienthal spielt sich ein verkehrspolitisches Trauerspiel ersten Ranges ab!," erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Wilfried Jankowski. Dass demnächst die Linie 4 in Bremen-Borgfeld wenige Kilometer kurz vor den Toren Lilienthals endet, grenze nach Meinung des VCD an einen Schildbürgerstreich. Norbert Lippek, VCD-Landesvorsitzender in Bremen, fordert die Lokalpolitik zur Besonnenheit auf. „Wir hoffen, dass die Gemeinde sich kurzfristig wieder innovativen Verkehrskonzepten öffnet, die eine baldige Realisierung der Linie 4 bis Lilienthal ermöglicht." Für den VCD steht fest, dass ein dichter Taktfahrplan und zusätzliche Schnellverbindungen mit wenigen Halten viele Menschen zum Umstieg auf die Straßenbahn animiert. Auf einer gemeinsamen Klausursitzung am heutigen Samstag beraten die beiden VCD-Landesverbände auch über verkehrspolitische Entwicklungen in Bremen und umzu. Neben der raschen Realisierung einer RegionalStadtBahn für die linksseitige Unterweserregion favorisiert der Umwelt- und Verbraucherverband die Reaktivierung des Personenzugverkehrs von Stade nach Bremen. Weiterem Straßenbau, wie der Küstenautobahn (A 20/22), der A 281 und dem sechsspurigen Ausbau der A 1, erteilt der VCD aus verkehrlichen und ökologischen Gründen eine Absage. Die eingesparten Gelder möchte der VCD lieber in den Ausbau des vernachlässigten regionalen Schienennetzes investiert wissen. Rückfragen: Wilfried Jankowski, Tel. 0441 62532
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