Kritik an Bodewigs 500 Millionen Euro-Programm

 


Pressemitteilung 12/2002 vom 06.06.2002

VCD maßlos enttäuscht über weitere Straßenbau-Projekte in Niedersachsen:

Hannover. Maßlos enttäuscht zeigt sich der Verkehrsclub Deutschland
(VCD) von den heute angekündigten Verkehrsprojekten in Niedersachen.
Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig hatte angekündigt, 500 Millionen
Euro vornehmlich in die Forcierung des Fernstraßennetzes zu investieren.
"Statt immer mehr Straßen benötigt Niedersachsen den Anschluss an ein
zeitgemäßes und intelligentes Schienennetz. Vor allem in der Fläche hat
das Land einen enormen Nachholbedarf an Investitionen und klugen
Konzepten", kommentiert der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende
Michael Frömming die heutigen Äußerungen Bodewigs.

Besonders enttäuscht ist der VCD darüber, dass neben massiven
Investitionen in den Ausbau vorhandener Autobahnen sogar gänzlich neue
Fernstraßen durch intakte Naturlandschaften gezogen werden sollen. Vor
allem die Elbquerung bei Stade für die A 20 und die Zerschneidung des
Wendlandes durch neue Autobahnanbindungen nach Hamburg, Schwerin,
Wolfsburg und Magdeburg stoßen auf harte Kritik des Umwelt- und
Verbraucherverbandes. "Wir werden uns mit allem Nachdruck für ein
Umlenken der geplanten Autobahninvestitionen in den flächendeckenden
Schienenverkehr einsetzen", erklärt Frömming.

Als vorrangige Verkehrsprojekte für Niedersachsen zählt der VCD neben
dem Ausbau des vorhandenen Bahnnetzes auch die Reaktivierung zahlreicher
Zweigstrecken. Statt der neuen Fernstraßen im Wendland favorisiert der
VCD den zügigen Wiederaufbau der Dömitzer Elbbrücke für den
Schienenverkehr zwischen Hannover/ Uelzen und Schwerin/ Rostock sowie
eine durchgehende Schienenverbindung Lüneburg - Dannenberg - Salzwedel.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

[zurück zur Übersicht]