VCD: Auch
Landesregierung muss aus Unwetter
Konsequenzen ziehen
Pressemitteilung 15/2002 vom 12.08.2002
Kurskorrektur in
Verkehrspolitik angemahnt
Hannover.
Angesichts der extremen Unwetter und Überschwemmungen fordert der
Verkehrsclub Deutschland (VCD) auch in Niedersachsen konkrete
Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Natur. In erster Linie müsse der
Ausstoß des Treibhausgases CO2 im Verkehrsbereich rapide gesenkt werden.
Das Land Niedersachsen könne nach VCD-Angaben mit verkehrspolitischen
Sofortmaßnahmen einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.
"Vor allem benötigen wir eine wesentlich stärkere Entlastung des
Straßenverkehrs durch einen besseren Öffentlichen Nahverkehr.
Taktverkehre, attraktive Fahrzeiten, moderne Bahnen und Busse, ergänzt
durch Car-Sharing- oder Nachbarschaftsauto-Systeme sowie eine
Verbesserung der Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr sind wichtige
Elemente einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik!", erklärt der
niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming. Die
Finanzierung der für den Klimaschutz notwendigen Maßnahmen solle nach
VCD-Auffassung durch ein Umlenken der für weitere Fernstraßen geplanten
Milliarden-Investitionen erfolgen.
Der VCD setzt auch auf einen Bewusstseinswandel der Verkehrsteilnehmer:
schon jetzt begreifen viele Menschen, dass sie mit ihrer täglichen
Verkehrsmittelwahl einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leiten können.
So habe sich die Zahl der Bahn- und Busfahrgäste in den vergangenen
Jahren vor allem dort erhöht, wo die Angebote verbessert wurden. Als
positive Beispiele nennt der VCD das Nordwestbahn-Netz oder erfolgreiche
Stadtbuskonzepte wie in Nienburg (Weser).
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629
Veranstaltungstipp:
1. Bahnkongress Niedersachsen, 28.11.02, Grand Hotel Maritim Hannover
Infos: www.vcd.org/nds
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