VCD: "Nicht mehr,
sondern weniger Geld für Straßenbau ausgeben!"
Pressemitteilung 20/2002 vom 02.09.2002
GVFG-Mittel in
umweltfreundliche Verkehrsprojekte investieren
Hannover. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die von der
niedersächsischen Landesregierung geplanten Mittelkürzungen beim
Nahverkehr zu Gunsten zusätzlicher Straßen. "Wir benötigen nicht mehr
Straßen, sondern eine bessere Alternative zum ausufernden Autoverkehr!",
erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.
Die niedersächsische Verkehrsministerin Dr. Susanne Knorre plant nach
VCD-Angaben für 2002 und 2003 jeweils 15 Mio. Euro sogenannte
GVFG-Mittel vom Nahverkehrs- in den Straßenbauetat umzuschichten. "Die
Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) benötigen wir
doch ausgerechnet dafür, den Bürgerinnen und Bürgern auch in der Fläche
ein ansprechendes Bahn- und Busangebot zu unterbreiten", so Frömming.
"Wir plädieren für weniger statt mehr Straßenbaumittel in Niedersachsen.
Eingesparte Gelder sollen modernen und innovativen Verkehrsprojekten zu
Gute kommen."
Der VCD als Umwelt- und Verbraucherverband appelliert an alle im Landtag
vertretenen Parteien, der einseitigen Straßenbau-Politik der
Verkehrsministerin Einhalt zu gebieten. Vorhandene Straßenbaumittel
sollten nach VCD-Meinung künftig viel stärker in den
verkehrsberuhigenden Umbau von überdimensionierten Ortsdurchfahrten
investiert werden.
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629
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