Bahn-Sterben auch in Niedersachsen nach der Bundestagswahl ?

 


Pressemitteilung 22/2002 vom 10.09.2002

CDU/CSU will "zahlreiche Nebenstrecken" einstellen

Hannover. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat für den Fall eines
Wahlsieges angekündigt, den Schienenverkehr im ländlichen Raum drastisch zurückfahren zu wollen. Davon wäre nach Angaben des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Niedersachsen als Flächenland besonders betroffen In einem gleich lautenden Schreiben an die "Allianz pro Schiene" und den Deutschen Städte- und Gemeindebund spricht sich die Union "im deutschen Schienenverkehr" für "die Abkehr von liebgewordenen Traditionen" aus, "die nicht mehr in bisherigem Umfang bezahlbar sein werden".

VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming ist entsetzt: "Schon heute verfügt Niedersachsen über ein viel zu dünnes Bahnnetz, um künftigen Anforderungen an ein modernes und integratives Verkehrssystem gerecht zu werden. Die CDU/CSU will offensichtlich die Menschen in der Fläche nun ganz vom umweltfreundlichen Schienenverkehr abhängen!" Der VCD als Umwelt- und Verbraucherverband hofft, dass es sich beim Verfasser des Schreibens, dem Buntestagsabgeordneten Dirk Fischer, um eine Einzelposition in der Partei handelt.

Frömming appelliert an die niedersächsische CDU, Fischer mit seinen abwegigen verkehrspolitischen Vorstellungen zur Vernunft zu rufen. "Niedersachsen braucht ein starkes und leistungsfähiges Schienennetz, vor allem auch in der Fläche!" so Frömming. Erforderliche Investitionen in den Ausbau des Schienennahverkehrs  sollten durch den Verzicht weiterer umstrittener Straßenbauvorhaben, wie den Autobahnen A 20/22 (Umfahrung Hamburg) oder A 38 Göttingen - Halle, finanziert werden.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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