VCD: Ersatz-InterCities pendlerfeindlich!

 


Pressemitteilung 23/2002 vom 27.09.2002

Aufgabe des InterRegio durch Deutsche Bahn AG

Monatskarteninhaber zahlen ab 15.12. erhebliche Aufpreise

Hannover. Mit scharfer Kritik wendet sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) gegen Pläne der Deutschen Bahn AG, ab dem 15. Dezember den beliebten InterRegio einzustellen. Die als Ersatz angekündigten InterCities stellen vor allem für Pendler keine Alternative dar. Sie müssen fortan für ihre Monatskarten 8,50 Euro teure Aufschläge zahlen.

„Das ist absolut kundenfeindlich!“, erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming aus Rotenburg (Wümme). „Die treuesten Bahnfahrer werden gezwungen, noch tiefer in die Tasche zu greifen oder auf langsamere Regionalzüge umzusteigen.“ Konkret kostet die Nutzung der InterCities mit einem Jahresabo künftig insgesamt bis zu 102 Euro mehr.

Der VCD fordert die niedersächsische Landesregierung auf, Druck auf die Deutsche Bahn auszuüben, um die Pläne zurückzunehmen. „Aber auch die rot-grüne Bundesregierung ist in der Pflicht, auf die Deutsche Bahn einzuwirken. Schließlich gehört die DB noch zu 100 Prozent dem Bund. Und der will nach eigenem Bekunden die Bahn als Alternative zum eigenen Pkw stärken!“, so Frömming.

Um dauerhaft eine Lösung für den Schienenpersonen-Fernverkehr in Niedersachsen zu sichern, schlägt der VCD eine faire Ausschreibung von InterRegio-Verkehren landesweit vor. Durch den Wettbewerb könnten neue Alternativen zum jetzigen Fernverkehrsangebot entstehen. Das Unternehmen Connex bemüht sich in Niedersachsen etwa derzeit um ein neues Fernverkehrsangebot zwischen Hannover und Osnabrück.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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