Neue VCD-Internetpäsenz:
erhebliche Einsparpotentiale im Straßenbau
Pressemitteilung 26/2002 vom 14.10.2002
www.vcd.org/nds:
Argumente gegen unnötige Verkehrsprojekte
Hannover. Dass in Niedersachsen immer noch mehrere
hundert Kilometer Autobahnen gebaut, geplant oder gefordert werden,
kritisiert der Umwelt- und Verbraucherverband VCD Verkehrsclub
Deutschland. In seiner Übersicht unter
www.vcd.org/nds
weist er vor allem auf die hohen finanziellen und ökologischen
Belastungen der Prestigeprojekte hin.
Ein Kilometer Autobahn kostet im Durchschnitt 9,2 Mio. Euro. Bundesweit
werden allein dieses Jahr 203 km fertig gestellt. "Während im Bildungs,-
Sozial- und Kulturbereich jeder Euro hinterfragt wird, verfügen die
Straßenbauer über Unsummen," stellt Martin Mützel vom VCD Landesvorstand
fest. Gleichzeitig werden regionale Strukturen geschädigt, so würde die
Unterelbequerung (A 20/ A 22) den Verkehr der Elbefähre bei Glückstadt
beenden; auch ein Fährprojekt bei Cuxhaven würde unrentabel. "Und
natürlich gibt es parallel zu jedem Projekt vernachlässigte
Schienenstrecken." fügt Mützel hinzu. So werde zwischen Gifhorn und
Uelzen die A 39 geplant; gleichzeitig stehe den Triebwagen nur eine
eingleisige Dieselstrecke auf der kürzesten Verbindung von Braunschweig
nach Hamburg zur Verfügung. Zwischen Göttingen und Halle sei zwar auch
die Bahn ausgebaut worden, für die "Südharzautobahn" sei jedoch mehr als
die fünffache Summe verplant. Ein Ausbau bestehender Bahnlinien sei bei
gleicher Leistungsfähigkeit immer preisgünstiger und umweltschonender
als der Neubau von Autobahnen.
In Niedersachsen existieren unzählige Bürgerinitiativen und Verbände,
die sich gegen noch mehr Straßen engagieren. Allein gegen die "Westumfahrung
Hamburg" kämpfen mehr als ein Dutzend Initiativen, hinter denen zum Teil
ganze Ortschaften stehen.
Der VCD Niedersachsen erhofft sich mit seinen Informationen unter
www.vcd.org/nds
ein stärkeres Bewusstsein für die Kosten und Schäden des Straßenbaus.
"Wir fordern kein Geld, sondern Einsparungen!" so Mützel.
Ein Teil der Ersparnis könne auch für Bus und Bahn, zur Förderung des
Fuß- und Radverkehrs oder für Car-Sharing-Systeme sinnvoller verwendet
werden
Rückfragen: Martin Mützel,
Tel. 0171 9335381
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