VCD begrüßt
Verkehrsvertrag, sieht aber auch Nachbesserungsbedarf
Pressemitteilung 02/2003 vom 27.01.2003 Vereinbarung über Nahverkehrszüge bis 2012: Hannover. Den heute
zwischen dem Land Niedersachsen und der Deutschen Bahn AG in Hannover
abgeschlossenen Verkehrsvertrag hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD)
im Kern begrüßt. „Nun gibt es einen klaren Rahmen an Maßnahmen auf den
bestehenden Bahnstrecken, an denen sich auch die Fahrgäste orientieren
können. Die von der DB angekündigten Investitionen in neue Fahrzeuge
begrüßen wir ebenso ausdrücklich wie die Intention zur Sicherstellung
von Qualitätsstandards“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.
Der VCD vermisst hingegen aber
Perspektiven für die Wiederbelebung von Zweigstrecken in Niedersachsen.
„Das Land kann durch Einsparungen im Wettbewerb neue Verkehre auf
derzeit nicht bedienten Regionalbahnlinien forcieren. Diese Möglichkeit
hat das Land aber offenbar versäumt, obwohl auch gerade die SPD in ihrem
Landtagswahlprogramm die Reaktivierung von Bahnlinien vorsieht“. Als
Verbraucherschutz- und Umweltverband appelliert der VCD an die
Landesregierung, die Reaktivierung folgender Bahnstrecken
voranzutreiben: Aurich – Abelitz, Stade – Bremen, Bassum – Rahden,
Rinteln – Stadthagen, Dannenberg – Salzwedel und Einbeck-Salzderhelden –
Einbeck Mitte.
„Wenn das Land nicht bald
ernsthaft die Wiederbelebung von Zweigstrecken diskutiert, erübrigt sich
diese Debatte in wenigen Jahren, weil die nötige Infrastruktur durch
Gleisabbau verschwunden ist. Ganze Regionen hätten dann den Anschluss an
die umweltfreundliche Eisenbahn auf Jahre erst einmal verloren“,
befürchtet Frömming. Erforderliche Investitionsmaßnahmen im Bereich
Schiene sollten nach Auffassung des VCD auch durch eine Umschichtung der
Straßenbauinvestitionen erfolgen.
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