Hannover. Kinder
verunglücken weniger auf dem Schulweg als beim Spielen am Nachmittag in
der Nähe ihrer Wohnung. Darauf hat zum Beginn der Sommerferien in
Niedersachsen der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hingewiesen.
Die meisten
Kinderunfälle passieren zur Spielzeit zwischen 16 und 18 Uhr im Umkreis
von 500 Metern zur elterlichen Wohnung. Im Sommer ist die Zeit zwischen
13 und 19 Uhr besonders unfallträchtig für Kinder auf dem Rad oder zu
Fuß. Deshalb bittet der VCD zum Beginn der Sommerferien alle Autofahrer:
“Bitte fahren Sie besonders vorsichtig. Kinder spielen jetzt verstärkt
draußen!” Der Umwelt- und Verbraucherverband betonte, dass Kinder von
ihrer Entwicklung her nicht in der Lage sind, sich “verkehrsgerecht” zu
verhalten. So sind Kinder nicht in der Lage, von rechts und links
kommende Fahrzeuge gleichzeitig zu erfassen. Aufgrund ihrer geringen
Körpergröße werden Kinder zwischen parkenden Autos oft von den
Autofahrern übersehen. Umgekehrt versperren parkende Autos Kindern den
freien Blick bei der Überquerung einer Strasse.
“Helfen Sie mit, das
Leben unserer Kinder zu schützen!”, appelliert der niedersächsische
VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming. “Und parken Sie bitte nicht auf
den Spielwegen der Kinder. Der Nachwuchs hat ein Recht darauf, draußen
zu spielen und nicht in eingezäunten Spielreservaten.” Europaweit sind
deutsche Kinder durch den Straßenverkehr am meisten gefährdet. 41.000
Kinder verunglücken jährlich auf deutschen Straßen, über 200 Kinder
sterben.
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629