VCD: Keine neuen Parkplätze
auf Kosten anderer!

 


Pressemitteilung 28/2003 vom 26.10.2003

Stadt Hannover plant Parkplätze für 2,3 Mio. Euro

Alternativen zum eigenen Pkw fördern

Hannover. Angesichts leerer öffentlicher Kassen und der immer stärkeren Belastungen durch den Straßenverkehr lehnt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Planungen der Landeshauptstadt Hannover strikt ab, 2,3 Mio. Euro für noch mehr Parkplätze in innenstadtnahen Wohngebieten auszugeben. Unter anderem in der List will die Verwaltung neue Parkplätze zu Lasten anderer Verkehrsteilnehmer anlegen. Durch Einengungen von Gehwegen und Fahrbahnen würden Fußgänger an den Rand gedrängt und Linienbusse behindert.  

Die voraussichtlichen Kosten des Parkplatzbaus von insgesamt 2,3 Millionen Euro ? - mithin über 5.300 Euro je neu geschaffenen Parkplatz – seien in Anbetracht der angespannten Haushaltslage der Stadt Hannover deutlich zu hoch. „Während etwa im Sozial- und Kulturetat drastische Einschnitte vorgenommen werden, will die Landeshauptstadt die Nutzung des Pkw subventionieren. Dies, obwohl gerade in Hannover viele und gute Alternativen bestehen.“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Vor allem der Öffentliche Nahverkehr, das Car-Sharing-System und die angekündigten Fahrrad-Abstellhäuschen in einigen Straßenzügen könnten bei entsprechender Unterstützung noch viele Bürgerinnen und Bürger zum Verzicht auf das eigene Auto bewegen. 

Thomas Schwartz vom VCD-Kreisverband Region Hannover betont: „Für die Wohn- und Lebensqualität in den Stadtteilen ist es wichtig, dass die Straßenräume auch anderen Nutzungen wie Kommunikation, Kinderspiel und Grünanlagen zur Verfügung stehen.“ Die Bürgersteige müssten ausreichenden Bewegungsraum für ältere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen bieten. Nachdem die Stadt Hannover diese Notwendigkeiten beim Umbau einiger Stadtplätze berücksichtigt hat, drohe nun ein Rückschritt. Landespolitisch gesehen sei es nun nötig, dem falschen verkehrspolitischen Signal aus Hannover frühzeitig bessere Konzepte entgegen zu setzen.

 

Rückfragen:
Michael Frömming (Landesvorsitzender), Tel. 0173 9330629
Thomas Schwartz, Tel. 0511 7100627

 

[zurück zur Übersicht]