VCD: "Millionenschwere Bausünde kontraproduktiv für Niedersachsen"
Pressemitteilung 02/2004 vom 13.01.2004 Zur Eröffnung des Wesertunnels Investitionen fehlen für innovative Verkehrsprojekte
Hannover.
Seit Jahren bemühen sich die
Gebietskörperschaften um einen Personenverkehr von Stade nach Bremen
über Bremervörde, Gnarrenburg und Worpswede. "Die notwendigen
kurzfristigen Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. Euro stellt die
Landesregierung aber derzeit nicht zur Verfügung. Im Gegenteil: Das Land
betreibt die Stilllegung der Strecke, obwohl sich die betroffenen
Gemeinden sogar finanziell an Sanierung und Betrieb beteiligen wollen.
Bei der Verkleinerung des Bahnhofes Nordholz wird die Kapazität der
Strecke Cuxhaven - Bremerhaven so weit reduziert, dass keine
zusätzlichen Züge mehr möglich sind", beklagt Mützel. In Bremerhaven und
seinem Umland fehle nach wie vor ein modernes Stadtbahnsystem, das
Autofahrer zum Umsteigen auf den ÖPNV einlädt. Darüber hinaus sei eine
RegionalExpress-Verbindung von Hamburg nach Bremerhaven, die auch noch
in den späten Abendstunden Fahrtmöglichkeiten bietet, längst überfällig.
Angesichts der
offensichtlichen einseitigen Bevorteilung des Straßenverkehrs in
Niedersachsen fordert der VCD von der Landespolitik die Rückkehr zu
effizienteren Verkehrskonzepten. "Zwischen Hamburg und Groningen wird
weder eine A 22 noch ein Transrapid benötigt. Gefragt sind intelligente
Lösungen, die dem regionalem Bedarf entsprechen", so Mützel.
Insbesondere benötigt die Tourismuswirtschaft bessere Bahnverbindungen
von Cuxhaven, Esens und Norddeich in Richtung Rhein/Ruhr.
Rückfragen: Informationen zu Autobahnplanungen in Niedersachsen
|