VCD: „Tempolimit für Kleintransporter sofort einführen!“

 


Pressemitteilung 06/2004 vom 30.01.2004

Verkehrsgerichtstag in Goslar:

Vorgeschlagene Maßnahmen aus Goslar zu „lax“

Hannover. Enttäuschung herrscht beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) angesichts der Zurückhaltung des 42. Deutschen Verkehrsgerichtstages in Goslar gegenüber einem Tempolimit für Kleintransporter. „Ein Tempolimit für diese teilweise rasenden Zeitbomben ist seit Monaten überfällig!“, erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming. „Wir haben überhaupt kein Verständnis für die laxe Empfehlung aus Goslar!“

Angesichts zahlreicher und schwerer Unfälle hatte sich nach VCD-Angaben vor allem die Versicherungswirtschaft für eine Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge mit einem Gewicht zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen ausgesprochen. „Jede Maßnahme, die die Verkehrssicherheit auf den Straßen erhöht und somit täglich Menschenleben retten kann, darf nicht auf die lange Bank geschoben werden“, so Frömming. Die vom Verkehrsgerichtstag empfohlenen Fahrertrainings, schärfere Kontrollen der Fahrer und der Einsatz moderner Technik, wie Anti-Blockier-Systeme (ABS), elektronischen Stabilitätsprogramme oder Airbags seien zwar richtig. Am einfachsten und am praktikabelsten, um kurzfristig Erfolge zu erzielen, sei nach Auffassung des VCD jedoch ein Tempolimit.

Der VCD-Niedersachsen fordert Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe auf, rasch Schritte zur Einführung eines Tempolimits für Kleintransporter auf den Weg zu bringen.

Rückfragen:
Michael Frömming (Pressesprecher), Tel. 0173 9330629

Hinweis:
Am Dienstag, 03.02.2004, findet in Berlin die Pressekonferenz „Vision Zero“ des VCD-Bundesverbandes zu neuen Tendenzen in der Verkehrssicherheitsarbeit statt.
Infos hierzu:
Daniel Kluge (VCD-Bundespressesprecher), Tel. 030 28047112 oder 0171 6052409
 

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