VCD: „Land soll innovatives Verkehrskonzept unterstützen!“

 


Pressemitteilung 14/2004 vom 08.03.2004

Gute Perspektiven für Schiennetznetz rund um Sulingen:

Hannover. Post vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) haben in diesen Tagen die Abgeordneten des Landkreises Diepholz sowie der Städte Bassum, Diepholz, Sulingen sowie der Samtgemeinden Rehden, Schwaförden und Kirchdorf erhalten. Das gleiche Schreiben ging auch an die Mitglieder des Bundes- und Landtages aus der Region. In dem vier Seiten langen Schreiben bittet der niedersächsische VCD-Vorsitzende Michael Frömming die Mandatsträger um die Unterstützung im Engagement für die Wiederbelebung der derzeit größtenteils stillgelegten Eisenbahnbahnlinien Bassum – Sulingen – Rahden und Diepholz – Sulingen – Nienburg, dem sogenannten „Sulinger Kreuz“.

„Ein Investor steht bereit, die 120 Kilometer umfassende Infrastruktur zu übernehmen und sowohl Güter- als auch einen modernen Personenverkehr im Stundentakt abzuwickeln. Wir erwarten insbesondere für den Landkreis Diepholz und hier vor allem für die Stadt Sulingen erhebliche Impulse zur Stärkung des Standortes!“, erklärt Frömming. Das Betreiberkonzept von Herrn Almanzor (Projekttitel „Suvitis“) hat der VCD-Niedersachsen inzwischen verschiedenen Bahngesellschaft in Niedersachsen mit der Bitte um Prüfung hinsichtlich Umsetzbarkeit vorgelegt. Dabei kam heraus, dass das Konzept, welches ohne Betriebskostenzuschüsse auskommen will, wohl „ambitioniert“, aber „nicht unrealistisch“ sei. Vor dem Hintergrund, dass in der Zwischenzeit mindestens drei Unternehmen im Sulinger Land Interesse an Gütertransporten auf der Schiene geäußert haben, bittet der VCD die Politiker vor Ort, sich bei der Landesregierung nachhaltig für den Ausbau ihrer Infrastruktur zu engagieren.

Bislang hatte das Land mit Hinweis auf ein Gutachten der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) jegliche Bemühungen für das Sulinger Kreuz abgeblockt. Das LNVG-Gutachten steht allerdings in der Fachwelt unter erheblichem Druck. „Für uns ist das LNVG-Papier, welches fast allen Bemühungen der Kommunen zur Wiederbelebung ihrer Schieneninfrastruktur zuwider läuft, ein politisches Gutachten. Mit Ausnahme der Bahnverbindung Stade – Osterholz-Scharmbeck, dem „Moorexpress“, ist es bis heute niemanden gelungen, das Land zur Veröffentlichung ihres Gutachtens zu bewegen“, so Frömming. Im Falle des „Moorexpress“ war es nicht schwierig, die LNVG-Zahlen als „überzogen“ herauszuarbeiten. Mit massiver Unterstützung von CDU-Landtagsabgeordneten konnte der VCD die Stilllegung des Moorexpress erfolgreich abwenden. Der VCD appelliert daher an die Mandatsträger im Sulinger Land, auf die Landesregierung einzuwirken, um die LNVG-Daten für ihr Bahnnetz für externe Fachleute offen zu legen.

Die Fragen einmaliger Investitionskosten für die Schieneninfrastruktur des Sulinger Kreuzes und eine Bürgschaft durch das Land sollten in einem Gespräch mit Verkehrsminister Walter Hirche und lokalen Spitzenvertretern neu verhandelt werden. Nach VCD-Angaben stehen Banken bereit, das ambitionierte Konzept des Herrn Almanzor zu unterstützen.

Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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