VCD: „Verkehrswegeplan große Enttäuschung für Niedersachsen!“

 


Pressemitteilung 20/2004 vom 25.04.2004

Viel Beton, wenig Innovation

Hannover. „Wir sind maßlos enttäuscht über den gestern in Berlin beschlossenen Bundesverkehrswegeplan! Viel Beton, wenig Innovation!“, erklärt Michael Frömming, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD). Vor allem das Festhalten an den Autobahnen A 22 Elbquerung Stade – Oldenburg und A 39 Lüneburg – Wolfsburg stößt angesichts einer mangelnden verkehrlichen Notwendigkeit auf grobes Unverständnis des Umwelt- und Verbraucherverbandes.

„Obwohl die öffentlichen Kassen leer sind und in vielen Bereichen drastische Einsparungen vorgenommen werden sollen, plant die rot-grüne Bundesregierung den Bau weiterer milliardenschwerer Fernstraßen in Niedersachsen. Beton statt Innovation und Bildung, so lässt sich die Investitionspolitik des Bundes zusammenfassen“, so Frömming. Der VCD zeigt sich auch deshalb bitter von der rot-grünen Bundesregierung enttäuscht, weil diese noch bei Regierungsantritt eine notwendige „nachhaltige“ Wirtschafts- und Verkehrspolitik versprochen habe. Eine entsprechende Schwerpunktsetzung zugunsten der umweltfreundlichen Schiene stehe ebenso in Niedersachsen wie auf Bundesebene aber noch aus, so der VCD. Wer allerdings hinsichtlich der Investitionspolitik im Bereich Verkehr auf die CDU und FDP setze, der muss wissen, dass beide Parteien im Bundestag gegen den Verkehrswegeplan gestimmt haben, weil SPD und Grüne noch „zu wenig“ Straßen bauen würden.

Der VCD wird in Niedersachsen weiter intensiv den Dialog mit der Politik, der Wirtschaft und Verbänden suchen, um eine intelligentere Verkehrspolitik umzusetzen. Vor allem der Ausbau des umweltfreundlichen Öffentlichen Personennahverkehrs, aber auch der vernünftige Mix aus den verschiedenen Verkehrsträgern, sei eine Aufgabe, in der Niedersachsen noch ein hohes Innovationspotential aufweise.


Rückfragen:

Michael Frömming, Tel.: (01 73) 9330629

 

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