"VCD: „Güter gehören auf die Bahn!“
Pressemitteilung 22/2004 vom 16.07.2004 Nach Lkw-Unfall auf A 2 bei Braunschweig: Maßnahmepaket von Politik gefordert Hannover. Angesichts des heutigen schweren Lkw-Unfall und des entstandenen Verkehrschaos bei Braunschweig fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) drastische Maßnahmen von der Politik, Güterverkehre endlich auf die sichere und umweltfreundliche Schiene zu bekommen. „So kann es auf den Straßen einfach nicht mehr weitergehen! Güter gehören auf die Bahn!“, erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming. Zwei Fahrzeugtanks eines Sattelzuges waren am frühen Morgen unter einer Brücke explodiert. Ein Verkehrschaos und ein weiterer schwerer Unfall mit Todesfolge reihten sich an das nächtliche Unglück. „Appelle und stärkere Sicherheitsmaßnahmen helfen offensichtlich nicht, die fahrenden Zeitbomben auf den Straßen unter Kontrolle zu bringen!“, so Frömming. Der VCD fordert seit Jahren eine Verlagerung von Schwerlasttransporten auf die Schiene. Vor allem der zunehmende Gefahrguttransport habe nach Angaben des Umwelt- und Verbraucherverbandes ein für alle beteiligten Verkehrsteilnehmer bedrohliches Ausmaß überschritten. Experten rechnen bis zum Jahr 2015 mit einer Verdopplung des Lkw-Verkehrs auf den Straßen. „Gegensteuern ist höchste Eisenbahn!“, so der VCD-Sprecher. „Anstatt immer neue und milliardenschwere Autobahnen und damit neue Lkw-Verkehre auch durch Niedersachsen zu forcieren, erwarten wir von der Landespolitik klare Maßnahmen zur Reduzierung des Schwerlastverkehrs auf den Straßen!“ Nach Ansicht des VCD müsse sich die Investitionspolitik vielmehr an der umweltfreundlichen Schieneninfrastruktur ausrichten. Auch die Planung neuer Gewerbegebiete ohne Gleisanschluss müsse die Ausnahme bleiben. Die derzeit geplante Stilllegung weiterer Bahnlinien in Niedersachsen, etwa im Elbe/Weser-Dreieck oder im Bereich zwischen Bremen und Osnabrück, müsse zurückgenommen werden. Der VCD mit seinen landesweit 6.500 Mitgliedern wird weiterhin die Politik beim Wort nehmen, wenn es darum geht, Maßnahmen für eine sichere und umweltfreundliche Verkehrspolitik umzusetzen.
Michael Frömming, Tel.: 0173 9330629
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