VCD: "A 31 zweifelhaftes Weihnachtsgeschenk"

 


Pressemitteilung 35/2004 vom 18.12.2004

Verbesserung des Bahnverkehrs angemahnt
Hannover. Als "zweifelhaftes Weihnachtsgeschenk" bezeichnet der Umwelt- und Verbraucherverband VCD Niedersachsen die Eröffnung der A 31 bei Schüttorf. Der Zusammenhang zwischen Fernstraßenbau und Wirtschaftsentwicklung ist nach neuen Untersuchungen sehr gering bis nicht mehr nachzuweisen. Sowohl die Bundesregierung unter Helmut Kohl als auch die unter Gerhard Schröder hatten die A 31 mangels Bedeutung als nachrangig eingestuft. VCD-Landesvorstandsmitglied Martin Mützel: "Wir werden jetzt in Ruhe abwarten, ob sich die fast schon religiösen Erwartungen der Lobbyisten erfüllen."

Erneut kritisiert der VCD, dass das Land Niedersachsen sich finanziell am Bau der Bundesautobahn beteiligt hat. Mützel: "Bei der Landesaufgabe Bildung wurde gestrichen, bei der Bundesaufgabe Fernstraßenbau freiwillig dazugelegt - Köpfe müssen endlich wichtiger als Beton werden!" Kein Zusammenhang besteht zwischen der A 31 und der von Niedersachsen geforderten Küstenautobahn. Mützel: "Niemand wird von Lübeck zum Ruhrgebiet durch einen mautpflichtigen Elbtunnel und weiter über Leer fahren. A 31 und A 22 sind nicht eine Verbindung, sondern zwei Sackgassen!"

Der VCD fordert die Verantwortlichen in Bund, Land und Region auf, sich nun für Verbesserungen im Bahnverkehr einzusetzen. Dazu gehören die Wiedereröffnung des Personenverkehrs Coevorden - Nordhorn - Bad Bentheim und ein Ausbau der Fernverbindung Amsterdam - Bad Bentheim - Hannover. Zudem müsse der Regionalverkehr zwischen Bad Bentheim un Oldenzaal wieder eingeführt werden; dort fahren nur noch die 4 Fernzüge pro Tag und Richtung. Von der deutschen Bahn erwartet der VCD, dass sie mit attraktiveren Angeboten auf der Emslandbahn gegenhält. Der Fernverkehr müsse erhalten und verbessert werden.

 

Rückfragen:

Martin Mützel, (01 71) 9 33 53 81

Michael Frömming (VCD-Pressesprecher), Tel. (01 73) 9 33 06 29

 

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