VCD: "Abgabe auch für Bundesstraßen einführen!"

 


Pressemitteilung 36/2004 vom 28.12.2004

Zur Lkw-Maut-Einführung:

Niedersachsen soll Bundesrats-Initiative starten

Hannover. Ab dem 1. Januar 2005 ist es endlich soweit. Die Lkw-Maut wird eingeführt. Für den Verkehrsclub Deutschland (VCD), der sich jahrelang für diese Abgabe eingesetzt hatte, ist dies ein Grund zur Freude. Der niedersächsische VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming sieht in der Maut einen Ansatz, mehr Gütertransporte auf die Schiene zu verlagern. „Auch in Niedersachsen gibt es genügend Potentiale, die Bahn wieder stärker zu nutzen und die Bevölkerung vor den Auswirkungen des Lkw-Verkehrs zu schützen!“

Auch wenn die Maut an sich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei, so befürchtet der VCD kurzfristig auch in Niedersachsen einen Verlagerungseffekt von Lkw auf die noch Maut-freien Bundesstraßen. „Wir wollen keine Schleichverkehre durch die Ortschaften! Hier muss noch nachgebessert werden. Niedersachsen könnte beispielsweise über eine Bundesratsinitiative die Bundesregierung dazu auffordern, die Maut auch für die Bundesstraßen einzuführen“, erklärt Frömming. Die Einnahmen aus der Lkw-Maut sollten überwiegend in den Ausbau des Bahnnetzes investiert werden, appelliert der VCD. Eine klare Absage erteilt der VCD weiteren neuen Autobahnen, wie der A 22 „Küstenautobahn“ und der A 39 Lüneburg – Wolfsburg.

 

Der VCD wird die Entwicklungen in den ersten Monaten nach der Einführung der Maut in Niedersachsen genau beobachten. „Wir halten die Augen offen und gehen auf die Politik und die Verwaltung zu, wenn es zu Fehlentwicklungen, beispielsweise auf potentiellen Ausweichrouten kommt!“, verspricht Frömming.

 

Rückfragen:

Michael Frömming (VCD-Pressesprecher), Tel. (01 73) 9 33 06 29

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