VCD: „Lkw-Maut rasch auf Autobahn-Nebenstrecken einführen!“

 


Pressemitteilung 07/2005 vom 03.03.2005

Mehr Schwerlastverkehr in Städten und Gemeinden

Neue Straßen keine Lösung von Verkehrsproblemen

Hannover. Niedersachsens Städte und Gemeinden an viel befahrenen Autobahn-Nebenstrecken leiden nach Beobachtungen von Bürgern, Politikern und Verwaltungen unter den zunehmenden „Maut-Prellern“. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatte bereits vor Einführung der Schwerlastverkehrsabgabe eindringlich davor gewarnt, dass Fuhrunternehmen statt der Maut-pflichtigen Autobahn verstärkt auf Bundes- und auch Landstraßen ausweichen würden.

„Wir appellieren an das Land Niedersachsen und die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten, sich für eine rasche Einführung der Lkw-Maut auf die Autobahn-Nebennetze einzusetzen!“, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming. „Nicht nur auf parallelen Fernstraßen leiden die Menschen unter dem Zuwachs an Schwerlastverkehr. Auch auf längeren Routen ohne eine direkte Autobahn in der Nachbarschaft fühlen sich viele Bürger einer starken Belastung durch die Lkw ausgesetzt.“ Ortdurchfahrten und Geschwindigkeitsbegrenzungen seien nach Beobachtungen des VCD kein Hindernis, auf die Bundes- und Landstraßen auszuweichen. Die Polizei sollte nach VCD-Meinung sehr genau kontrollieren, dass es aufgrund des Zeitdrucks der Fahrer zu keinen Überschreitungen von Tempolimits kommt. „Die Verkehrssicherheit darf nicht den Profit-Interessen der Lkw-Lobby zum Opfer fallen!“, so Frömming.

 

Neben der Ausweitung der Maut auf alle das Autobahn-Nebennetz spricht sich der VCD für eine deutliche Erhöhung der Maut aus. „Wir wollen möglichst viele Güterverkehre auf die umweltfreundliche Schiene verlagern!“, fordert Frömming. Den Bau von neuen Umfahrungsstraßen hält der VCD in diesem Zusammenhang für kontraproduktiv. „Das Geld sollte besser gleich in effiziente Infrastrukturen und zur Entlastung der Bevölkerung fließen. Solange Transportkosten  zu billig seien, denke kaum jemand über die Vermeidung überflüssiger Verkehre nach. Und für mittlere und längere Strecken habe der Schienenverkehr in einer innovativen Verkehrspolitik nun einmal eindeutig Vorrang vor weiterem Straßenbau!“, so Frömming

 

Rückfragen:

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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