VCD: Endlich wieder Personenzüge auf dem „Haller Willem“

 


Pressemitteilung 12/2005 vom 06.06.2005

Nach 21 Jahren Dornröschenschlaf:

Bahnstrecke Osnabrück – Dissen-Bad Rothenfelde mit Vorbildfunktion

Hannover. Am kommenden Wochenende nimmt das Land Niedersachsen nach 21 Jahren Betriebsruhe den Personenzugverkehr auf der Verbindung von Osnabrück nach Dissen-Bad Rothenfelde, dem sogenannten „Haller Willem“, wieder auf. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und wünscht allen Beteiligten gutes Gelingen sowie zahlreiche neue Fahrgäste auf dieser Strecke!


„Bislang hat es Reaktivierungen von Bahnlinien zur Entlastung der Straßen und der Umwelt nur in anderen Bundesländern mit durchschlagendem Erfolg gegeben. Nun ist nach zehn Jahren Bahnreform endlich auch Niedersachsen am Zug!“, freut sich VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. „Die CDU/FDP-Landesregierung vollzieht damit einen ersten behutsamen Schritt, ihrer Ankündigung zur `Entwicklung des ländlichen Raumes` auch Taten folgen zu lassen.“ Zwar bemängelt der VCD im Abgleich mit den enormen weiteren Straßenbauvorhaben in Niedersachsen die nach wie vor zu einseitige Verkehrspolitik pro Straßenbau. Andererseits hofft der Verband, dass nach 3.000 stillgelegten Bahnkilometern in Niedersachsen seit dem 2. Weltkrieg bald weitere Reaktivierungen folgen werden.


„Rheinland-Pfalz hat beispielsweise Zeichen gesetzt: Seit der Bahnreform vor zehn Jahren hat die SPD/FDP-Landesregierung alleine zehn Bahnlinien wieder in Betrieb gesetzt und die ländliche Region des Flächenlandes umweltfreundlich mit den Zentren vernetzt“, so Frömming. Für Niedersachsen favorisiert der VCD in den kommenden Jahren die Reaktivierung der Bahnlinien Rinteln – Stadthagen, Stade – Bremervörde – Bremen, Einbeck – Einbeck-Mitte und Aurich – Abelitz. Weitere Strecken, wie Zeven – Tostedt, Bassum – Rahden, Diepholz – Sulingen, Bad Bentheim – Nordhorn und Lüchow - Salzwedel haben nach VCD-Auffassung zudem reale Chancen, mittelfristig wieder im Taktverkehr und mit modernen Triebzügen befahren zu werden.
 

Rückfragen:

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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