VCD fordert Erhalt und Ausbau der „Südelm-Bahn“

 


Pressemitteilung 13 /2005 vom 15.06.2005

Zur ungewissen Zukunft der Bahnstrecke Braunschweig - Helmstedt:

RegioStadtBahn-Planungen sollten bald umgesetzt werden

Braunschweig/ Hannover. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, macht sich große Sorgen um die Zukunft der Bahnstrecke von Braunschweig über Wolfenbüttel und Schöningen nach Helmstedt. Die auch unter dem Namen „Südelm-Bahn“ bekannte Schienenverbindung wurde am vergangenen Freitag wegen „technischer Schwierigkeiten“ kurzfristig im Personenverkehr eingestellt. Zwar habe die Deutsche Bahn AG inzwischen zugesichert, notwendige Gleisbauarbeiten umzusetzen. Der langfristige Erhalt dieser Bahnlinie ist indes noch nicht sicher.

 

„Wir freuen uns natürlich über die kurzfristigen Sanierungsarbeiten. Nun muss aber auch ein langfristiges Konzept für den Erhalt und Ausbau dieser besonders für Pendler interessanten Strecke auf den Tisch!“, fordert VCD-Landesvorstandsmitglied Roland Sellien aus Braunschweig. Der VCD favorisiert hierbei eindeutig die Einbeziehung der gesamten Bahnlinie in die zukunftsweisenden RegioStadtBahn-Planungen für Braunschweig. „Rund um Braunschweig sind in den vergangenen drei Jahrzehnten kaum nennenswerte Investitionen in neue und moderne Bahnlinien geflossen. Nun ist es an der Zeit, dem umweltfreundlichen Nahverkehr auch im Großraum Braunschweig neue Impulse zu geben, “ so Sellien. Auch für Helmstedt befürchtet der VCD Angebotseinschränkungen: "Wenn Helmstedt seine Funktion als Umsteigebahnhof verliert, steht dort bald auch der IC-Halt in Frage" befürchtet Sellien.

 

Niedersachsenweit sei nach VCD-Angaben seit dem 2. Weltkrieg auf mehr als 3.000 Bahnkilometern der Reisezugverkehr eingestellt worden, während Bund und Land bei den Verkehrsinvestitionen hauptsächlich auf die Straße gesetzt haben. Der VCD mit seinen landesweit rund 7.000 Mitgliedern setze auf eine Kombination aller umweltfreundlichen Verkehrsträger, um gerade auch abseits der großen Ballungsräume eine Mobilität für alle Menschen zu gewährleisten.

 

Rückfragen:

Roland Sellien , Tel. 0179 1015097

 

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