VCD: „Lkw-Maut auf alle Fernstraßen ausweiten!“
Pressemitteilung 14 /2005 vom 04.07.2005 Auswirkungen der „Lkw-Mautflüchtlinge“ Bis zu 38% mehr Lkw auf Niedersachsens Bundesstraßen unterwegs Hannover. Rasche Maßnahmen gegen die offensichtliche Verlagerung von Lkw-Fahrten von Autobahnen auf Bundesstraßen hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, gefordert. Auf der B 65 im Bereich der Region Hannover habe die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr alleine eine Zunahme der sogenannten „Lkw-Mautflüchtlinge“ um 38 % registriert. Mehr als 1.500 Bürgerinnen und Bürger haben sich unterdessen beim VCD mit konkreten Hinweisen auf Maut-Fluchstrecken bundesweit gemeldet.
In Niedersachsen gibt es neben der B 65 im Bereich Bad Nenndorf und Bantorf vor allem auch Belastungen im Elbe/Weser-Dreieck (B 75 Hamburg – Bremen) sowie in den Bereichen Uelzen - Hannover - Braunschweig - Magdeburg (B 3, B 4, B 71) . „Die von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe angekündigte Ausweitung der Lkw-Maut auf einige Bundesstraßen kann nur als Tropfen auf den heißen Stein bewertet werden!“, klagt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. In der Landeshauptstadt Hannover sorgt der zunehmende Lkw-Verkehr nicht nur für Lärmbelästigungen bei den innerstädtischen Anwohnern, sondern zudem für hohe und gefährliche Feinstaubkonzentrationen.
„Die Lkw-Maut an sich ist ein sinnvolles Instrument, denn sie stellt dem Schwerlastverkehr einen Teil der Kosten in Rechnung, die er durch Straßenabnutzung und Umweltschäden verursacht. Wenn jetzt Speditionen ihre Fahrer auf Umwege über Bundes- und Landesstraßen schicken, um der kostenpflichtigen Autobahnnutzung zu entgehen, belastet das die Anwohner”, so Frömming. Nach Ansicht des VCD muss die Lkw-Maut schnell auf das gesamte Fernstraßennetz ausgeweitet werden. Ferner sei es geboten, die durchschnittliche Mauthöhe schrittweise auf mindestens 25 Cent pro Kilometer anzuheben und auf Lkw ab 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht auszudehnen.
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629
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