VCD fordert Verbot von „Pocketbikes“
Pressemitteilung 16/2005 vom 05.08.2005 Nach tödlichem Minimotorrad-Unfall in Nordhorn Auch Eltern zur Einsicht aufgerufen Hannover. Nach dem tragischen Unfalltod eines 13-jähringen Jungen in Nordhorn fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, ein Verbot der sogenannten Pocketbikes. Die als „Spielzeug“ geltenden Kleinst-Motorräder stellen nach Auffassung des VCD schon seit langer Zeit eine große Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. „Es ist Zeit, diesem groben Unfug ein rasches Ende zu setzen!“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.
Bei dem schweren Unfall in Nordhorn war der 13-Jährige auf einem Kaufhausparkplatz mit hoher Geschwindigkeit am späten Mittwochabend gegen ein Absperrgitter gerast und dabei tödlich verunglückt. „Die Pocketbikes erreichen Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h und sind auf öffentlichen Wegen ohnehin verboten. Allerdings dürfen Kids diese `Taschenräder` auf privaten Wegen nutzen“, bedauert Frömming. Nach Meinung des VCD geben Eltern, die ihren Kindern ein Pocketbike beschaffen, kein gutes Vorbild. „Kinder und Jugendliche sind nicht in der Lage, die Gefahren durch diese Geräte richtig einzuschätzen. Außerdem setzen Eltern für das spätere eigene Mobilitätsverhalten ihrer Kinder die falschen Signale“, erklärt Frömming. Aufgrund der günstigen Preise von Pocketbikes befürchtet der VCD künftig, dass Kinder ohne das Wissen ihrer Eltern sich diese Kleinstmotorräder selber kaufen. „Auch deshalb ist es dringend erforderlich, dass der Gesetzgeber diesem Unfug ein baldiges Ende setzt!“
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629
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