VCD: „Küstenautobahn bleibt Illusion!“
Pressemitteilung 22/2005 vom 27.10.2005 Spendenaktion pro A 22 Moderne Verkehrsprojekte statt neuer Fernstraßen gefordert Hannover.
„Ob Teile der Wirtschaft mit der Spardose durchs Land ziehen oder nicht:
Die rund 1,5 Milliarden Euro teure Idee einer sogenannten Küstenautobahn
aus dem Bereich Hamburg über Stade und Bremervörde nach Oldenburg bleibt
eine Illusion!“, ist sich Martin Mützel, Vorsitzender des Verkehrsclub
Deutschland (VCD) in Niedersachsen sicher. „Da helfen auch 750.000 €
angekündigter Spenden für den ersten Schritt der Planungen aus privater
und teilweise sogar öffentlicher Hand nicht, die man heute
Niedersachsens Wirtschaftsminister Hirche symbolisch übergeben möchte.“ Nach Auffassung des VCD ist die „Küstenautobahn“ weder ökologisch noch ökonomisch vertretbar. Nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen hat das Bundesverkehrsministerium in Berlin deutlich gemacht, dass eine Realisierung in den nächsten zehn Jahren keine Perspektive hat. „Schon der Wesertunnel hat eindrucksvoll bewiesen, wie öffentliche Subventionen in den Straßenbau ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt geblieben sind. Nach Auskunft des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums stehen den 77 verlorenen Arbeitsplätzen auf den Weserfähren keine neuen Jobs in den brachliegenden Gewerbegebieten an der rund 450 Mio. Euro teuren Straße gegenüber. Die „Küstenautobahn“ würde nach Meinung des VCD lediglich weiteren Lkw-Transitverkehr in die Region ziehen. Die zunehmenden Schwerlastverkehre sollte eine vorausschauende Politik besser durch die Verlagerung auf die Schiene, beziehungsweise durch eine schrittweise Erhöhung der Lkw-Maut begegnen. Eine moderne Verkehrspolitik
setzt nach Auffassung des VCD neben der Verlagerung und Vermeidung von
unnötigen Gütertransporten auch auf den Ausbau des Öffentlichen
Verkehrs. „Angesichts weiter steigender Benzinpreise und der endlichen
Ressource Erdöl hat der von Teilen der Wirtschaft, überwiegend Baufirmen
und Spediteuren, noch heute geforderte Ausbau des Straßennetzes keine
dauerhafte Perspektive!“, so Mützel. Auf seinem Internetauftritt
www.vcd.org/nds bietet der Umwelt- und Verbraucherverband VCD
weitreichende Informationen zu Autobahnplanungen in Niedersachsen und
mögliche Alternativen dazu an. Rückfragen: Martin Mützel, Landesvorsitzender, Tel. 01 71 - 9 33 53 81 Michael Frömming, Landesgeschäftsführer, Tel. 01 73 - 9 33 06 29
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