VCD: „Bahn- und Busnutzern drohen deutliche Verschlechterungen!“
Pressemitteilung 23/2005 vom 24.11.2005 Kürzungen im Nahverkehr Landesregierung soll auf Bund einwirken Hannover.
Die aktuell in der neuen Bundesregierung diskutierten Einsparungen im
Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedeuten nach Auffassung des
Verkehrsclub Deutschland (VCD) auch deutliche Verschlechterungen für die
niedersächsischen Bahn- und Bus-Nutzer. Verschiedene Quellen gehen
derzeit von Kürzungen zwischen 2,15 bis 3,1 Milliarden Euro bundesweit
bis zum Jahr 2009 aus. Der VCD hatte erst auf seiner
Bundesdelegierten-Konferenz an diesem Wochenende an die neue
Bundesregierung und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee
appelliert, keine Kürzungen im Bereich Öffentlicher Nahverkehr
vorzunehmen. „Es ist doch sehr erstaunlich, dass im umweltfreundlichen
Nahverkehr drastische Einschnitte drohen, während das Koalitionsprogramm
der Bundesregierung deutliche Steigerungen bei den Ausgaben für neue
Straßen vorsieht“, so Frömming. Erst im vergangenen Jahr hatte das
sogenannte Koch-Steinbrück-Papier für deutliche Einschnitte bei den
Öffentlichen Verkehrsbetrieben gesorgt. „Wenn das so weiter geht, spart
die Politik den Nahverkehr kaputt und gefährdet zudem tausende von
Arbeitsplätzen in den Verkehrsunternehmen!“, befürchtet Frömming. In einem Schreiben an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche hat der VCD erst vor wenigen Wochen angefragt, welche Maßnahmen die Landesregierung flankierend unternimmt, die Rolle der umweltfreundlichen Verkehrsträger Bahn- und Bus dauerhaft zu stärken. Der VCD erwartet von der niedersächsischen Landesregierung und klares ‚Nein’ zu den Kürzungsplänen der Bundesregierung. Angesichts von täglich zigtausend Pendlern, deutlichen Zuwächsen bei den Fahrgastzahlen in den vergangenen Jahren und drohenden Arbeitsplatzverlusten stellen die Kürzungspläne auch für die Landesregierung in Hannover eine große Herausforderung dar.
Rückfragen: Michael Frömming, Landesgeschäftsführer, Tel. 01 73 - 9 33 06 29
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