VCD zufrieden mit neuem Bahn-Fahrplan 2006
Pressemitteilung 24/2005 vom 05.12.2005 Zahlreiche Verbesserungen im Bahnverkehr in Niedersachsen Aber: weitere Maßnahmen eingefordert Hannover.
Zufrieden zeigt sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit dem neuen
Bahnfahrplan ab kommenden Sonntag in Niedersachsen. „Neue Züge, neue
Verbindungen und Bahnhöfe sowie besserer Service auf dem bestehenden
Streckennetz begrüßen wir ausdrücklich! Die zuständige
Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat gute Arbeit
geleistet“, erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzender Martin
Mützel. Als ‚Highlights’ nennt der VCD die Übernahme der Regionalverkehre zwischen Uelzen, Hannover und Göttingen durch die erfolgreiche „metronom Eisenbahngesellschaft" sowie den Einsatz neuer, komfortabler Fahrzeuge auf dem „Harz-Weser-Netz“ und der Strecke Norddeich – Rheine durch die Deutsche Bahn AG. „Stand einst die Zweigstrecke Herzberg – Seesen am Harzrand vor der Stilllegung, so freuen wir uns heute über einen attraktiven Stundentaktverkehr, der sogar sehr gute Anschlüsse in Braunschweig nach Berlin erlaubt“, so Mützel. „Auch in der Region Hannover gibt es mit dem Vorlauf-Betrieb für eine S-Bahn von Hannover nach Hildesheim positive Signale!“ Eine besondere Aufmerksamkeit
schenkt der VCD auch den beiden nach vielen Jahren wieder aufgebauten
Haltestationen Lenglern an der Strecke Göttingen – Paderborn und Burhafe
zwischen Esens und Wilhelmshaven. „Neue Bahnhöfe und Strecken sind das A
und O für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik, die gerade im Flächenland
Niedersachsen immer mehr Menschen eine Alternative zu weiter steigenden
Sprit-Preisen bieten müssen“, so Mützel. Immerhin sind nach VCD-Angaben
alleine in Niedersachsen seit dem 2. Weltkrieg rund 3.000 Kilometer
Eisenbahnen im Personenverkehr verschwunden. Der VCD hofft in den
nächsten Jahren deshalb auch wieder auf weitere neue Bahnlinien, z.B.
Rinteln – Stadthagen oder Stade – Bremen („Moorexpress“). „Eine Kürzung der für diese Maßnahmen wichtigen „Regionalisierungsmittel“ durch die Bundesregierung darf es deshalb nicht geben!“, fordert Mützel. Der VCD kritisiert, dass das schwarz-rote Bündnis unlängst angedeutete, Gelder für den Nahverkehr kürzen zu wollen. Gleichzeitig sollten jedoch zusätzliche Mittel in den Straßenbau fließen. „Eine völlig falsche Weichenstellung!“, kommentiert Mützel. Der VCD erwartet von der Landesregierung, dass sie sich mit aller Kraft für den Erhalt der Regionalisierungsmittel einsetzt.
Rückfragen: Martin Mützel, Tel. 01 71 - 9 33 53 81 Michael Frömming, Landesgeschäftsführer, Tel. 01 73 - 9 33 06 29
|