VCD: „Gutes Beispiel für Bürger-Engagement und zukunftsfähige Verkehrspolitik“
Pressemitteilung 26/2005 vom 23.12.2005 Umfahrungsstraße Gifhorn-Isenbüttel auf Eis gelegt Zügigen Ausbau der RegioStadtBahn gefordert
Braunschweig/ Gifhorn. Als „gutes Beispiel für Bürgerengagement und
zukunftsfähige Verkehrspolitik“ hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD)
den Stopp der weiteren Planung der Umfahrungsstraße in
Gifhorn-Isenbüttel bezeichnet. „Es zeigt sich, dass die Lösung von
Verkehrsproblemen nicht im Bau weiterer Straßen liegt!“, so Roland
Sellien, VCD-Landesvorstandsmitglied aus Braunschweig. „Jetzt ist genug
Zeit, sich für intelligentere Verkehrskonzepte, wie den Ausbau der
RegioStadtBahn von Braunschweig nach Gifhorn und Wittingen,
einzusetzen.“ Der Isenbütteler Rat hatte sich in dieser Woche mit Ausnahme der F.D.P gegen eine Nord- oder Südumfahrung ausgesprochen. Vor allem der hartnäckige Widerstand der örtlichen Bürgerinnen und Bürger unter Hinzuziehung externen Sachverstandes war letztendlich ausschlaggebend für den Planungs-Stopp. Für den VCD-Niedersachsen ist der Ratsbeschluss in Gifhorn-Isenbüttel ein Hoffnungsschimmer auch für andere Regionen in Niedersachsen. „Wenn man die Wunschliste aller Landesteile zusammenzählt, kommen wir auf 500 neue Straßen. Das ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch nicht tragbar!“, so Sellien. Der VCD wird auch weiterhin gegenüber der Landesregierung und gegenüber der Lokalpolitik für zukunftsfähige Verkehrskonzepte werben. Dazu zählen der verstärkte Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) und vor allem auch die Reaktivierung von Bahnverbindungen in der Region. Als gutes Signal wertet der VCD die unlängst erfolgte Vertragsunterzeichnung zur weiteren Planung der RegioStadtBahn im Großraum Braunschweig. „Allerdings kritisieren wir in diesem Zusammenhang, dass der Landtag in Hannover ebenfalls erst vor wenigen Wochen in den Haushaltsberatungen finanzielle Mittel aus dem Bereich ÖPNV in weiteren Straßenbau umgelenkt hat. Das ist ein Rückschritt in lange überwunde geglaubte Zeiten!“ Als Umwelt- und Verbraucherverband forciert der VCD in den kommenden Monaten sein Engagement für eine innovative Verkehrspolitik in Niedersachsen. „Angesichts steigender Benzinpreise wird der Wunsch nach neuen Straßen in den nächsten Jahren mit Sicherheit weniger stark wachsen als nach einem attraktiven Nahverkehr auch in ländlichen Regionen“, so Sellien.
Rückfragen: Roland Sellien, Tel. 0179 1015097 Michael Frömming, Landesgeschäftsführer, Tel. 01 73 - 9 33 06 29
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