VCD: „Politiker sollen Anwohner, nicht Lkw-Lobby schützen!“

 


Pressemitteilung 02/2006 vom 11.01.2006

Mautpflicht in Niedersachsen:

Kritik am Landtagsabgeordneten Heineking

Hannover. Keinerlei Verständnis zeigt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) für das Pro-Schwerlastverkehr-Engagement des Landtagsabgeordneten Karsten Heineking (CDU) aus Nienburg. Dieser hatte in einer Stellungnahme ausdrücklich begrüßt, dass es auf der B 6 in seinem Wahlkreis nicht zu einer Ausdehnung der Lkw-Maut kommt.
 

„Ausgerechnet ein Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Niedersächsischen Landtages sollte sich statt für die Lkw-Lobby für die Anwohner der von Lärm und Abgasen belasteten Bundesstraßen einsetzen!“, moniert VCD-Landesgeschäftsführer Michael Frömming. „Alleine lokale wirtschaftliche Argumente im Engagement gegen die Maut anzuführen greift zu kurz. Das sollte ein Mitglied des zuständigen Fachausschusses eigentlich wissen!“ Auch in anderen Landesteilen gab es vereinzelt Widerstand regionaler Politiker gegen die Lkw-Maut vor Ort.

Auch der VCD ist mit der jetzigen Lösung, der Bemautung der drei Bundesstraßen B 4, B 51 und B 75 nicht zufrieden. „Das ist und bleibt ein Flickenteppich!“, so Frömming. Der VCD fordert bundes- und landesweit weitere Nachbesserungen an der Maut. Dazu zähle unter anderem die Ausweitung der Maut auf das gesamte Straßennetz. „Bei einer Ausweitung der Maut auf alle Straßen gibt es keine regionalen Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Spediteuren. Mittelfristig ist es Aufgabe der Politik, die heutigen Wettbewerbsverzerrungen zwischen dem Schwerlastverkehr und der umweltfreundlichen Schiene endlich zu beseitigen!“, so Frömming.


Mit seinen bundesweit rund 60.000 Mitgliedern setzt sich der VCD für eine schrittweise Erhöhung der Lkw-Maut ein. Ziel ist es, Transporte auf die Schiene zu verlagern, beziehungsweise unnötige Transporte ganz zu vermeiden.

 

Rückfragen:

Michael Frömming, Landesgeschäftsführer, Tel. 01 73 - 9 33 06 29

 

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