VCD: „Autobahn-Pläne endlich aufgeben!“

 


Pressemitteilung 07/2006 vom 14.02.2006

Zu A 22-Informationsveranstaltungen in Bremervörde und Brake

„Küstenautobahn“ weder ökonomisch noch ökologisch tragbar

Hannover. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen, plädiert für eine Aufgabe der Planungen für die sogenannte "Küstenautobahn A 22". Nach Auffassung des VCD ist die Autobahn weder ökonomisch noch ökologisch tragbar. "Besser ein rasches Ende jetzt als das langatmige Festhalten an jahrelangen Planungskosten!", fordert VCD-Landesvorsitzender Martin Mützel.
 

Der VCD engagiert sich bereits seit Jahren für Umsetzung einer effizienten und umweltfreundlichen Verkehrspolitik in Niedersachsen und hatte sich bereits gegen die Realisierung des 450 Millionen Euro teuren Wesertunnels ausgesprochen. Trotz der dortigen erheblichen Subvention in den Straßenbau verzeichnet der Tunnel bis heute keine nennenswerten positiven wirtschaftlichen Effekte. Dafür bestätigte das Niedersächsische Wirtschaftsministerium auf Anfrage des VCD den Verlust von 70 Arbeitsplätzen auf den Weserfähren. "Selbst wenn neue Gewerbegebiete an den Autobahnen entstünden, erfahrungsgemäß handelt es sich bei den meisten Unternehmen um umgesiedelte Betriebe aus den benachbarten Ortschaften," so Mützel.

Die A 22 dient nach Überzeugung des VCD vornehmlich den internationalen Lkw-Transitverkehren. Die zunehmenden Schwerlastverkehre sollte eine vorausschauende Politik allerdings besser durch die Verlagerung auf die Schiene, beziehungsweise durch eine schrittweise Erhöhung der Lkw-Maut begegnen. Eine moderne Verkehrspolitik setzt nach Auffassung des VCD neben der Verlagerung und Vermeidung von unnötigen Gütertransporten auch auf den Ausbau des Schienenverkehrs. "Angesichts weiter steigender Benzinpreise und der endlichen Ressource Erdöl hat der von Teilen der Wirtschaft, überwiegend Baufirmen und Spediteuren, noch heute geforderte Ausbau des Straßennetzes keine dauerhafte Perspektive!", so Mützel.

 

Rückfragen:

Martin Mützel, Tel. 0171 9335381

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629 (Geschäftsführer)

 

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