VCD: „Niedersachsen soll Gesetzentwurf im Bundesrat nicht zustimmen!!“
Pressemitteilung 08/2006 vom 23.02.2006 Kürzung der Bundesmittel für Schienenverkehr: Aber auch Versäumnisse der Landesregierung kritisiert Hannover.Das
Bundeskabinett hat gestern beschlossen, die Bundesmittel an die Länder
für den Schienennahverkehr bis zum Jahr 2010 um 3,3 Milliarden Euro zu
kürzen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) appelliert an
Ministerpräsident Wulff, den Schulterschluss mit anderen
Ministerpräsidenten zu suchen, um das Gesetz zu verhindern. Kritik
erhielt das Land Niedersachsen vom VCD, weil es in den vergangenen
Jahren versäumt habe, die Bundesmittel in voller Höhe für ein besseres
Zugangebot bereitzustellen. Bundesverkehrsminister Tiefensee hatte betont, die Länder könnten den derzeitigen Schienen-Nahverkehr ohne Qualitätseinbußen aufrechterhalten, da ein Teil der Bundesmittel seit Jahren für andere Zwecke ausgegeben worden sei. „25 Prozent mehr Fahrgäste bundesweit seit 1994 in den Zügen zeigen, dass das Potential für eine Alternative zum Pkw-Gebrauch noch lange nicht ausgeschöpft ist. Angesichts steigender Benzinpreise und der Umweltfolgen des Individualverkehrs ist eine Kürzung der wichtigen Bundesmittel in den Nahverkehr die falsche Politik!“, betont VCD-Landesgeschäftsführer Michael Frömming. Als Folge der Kürzungen befürchtet der VCD nun teurere Bahnpreise und weniger Züge. Nach Angaben der „Allianz pro Schiene“ beträgt die Kürzung für Niedersachsen bis 2010 rund 283 Mio. Euro.
Der VCD wird das Thema „Kürzungen im Nahverkehr“ in diesem Jahr als eines seiner Schwerpunkte in der verkehrspolitischen Arbeit hervorheben. Ziel ist es, auch in Niedersachsen die Fahrgäste in Bahnen und Busse zu mobilisieren sowie Landesregierung in Hannover für den Erhalt der Regionalisierungsmittel zu animieren.
Rückfragen: Michael Frömming, Tel. 0173 9330629 (Geschäftsführer)
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