VCD: „Moderne Verkehrsinfrastruktur statt neue Autobahnen fördern!"

 


Pressemitteilung 11/2006 vom 10.03.2006

EU-Fördermittel für Niedersachsen

Appell für Schienenprojekte an Landes- und Bundespolitiker

Hannover.  “Die Elbe/Weser-Region hat eine moderne Verkehrsinfrastruktur nötig. EU-Fördermittel sollten vor allem in bisher vernachlässigte Schienenstrecken investiert werden!“, appelliert Michael Frömming, Landesgeschäftsführer des Verkehrsclub Deutschland (VCD) an die Landes- und Bundespolitik. „Den angedachten Bau der Küstenautobahn A 22 lehnen wir aus verkehrspolitischen Beweggründen ab.“
 

Der VCD bezieht sich auf ein Treffen von schwarz-roten Bundespolitikern aus Niedersachsen in Berlin, die gemeinsam die Diskussion um die Küstenautobahn auf europäischer Ebene vorantreiben wollen. „Abgesehen davon, dass die Förderung von Autobahnen durch EU-Fördermittel in unserer Region unwahrscheinlich ist, fordern wir die Politiker aus Niedersachsen auf, sich besser für innovative Verkehrsprojekte einzusetzen“, so Frömming. Gerade in der Elbe/Weser-Region liegen immer noch Schienenkorridore brach, die wir vor allem auch für attraktive Pendler-Verkehre in die Zentren Hamburg und Bremen benötigen.“


Als Beispiele für Schienen-Projekte nennt der VCD die Bahnlinien Stade – Bremervörde – Bremen („Moorexpress“) und Zeven – Tostedt. „Beide Projekte dienen der Stärkung der lokalen Wirtschaftsstruktur und einer verbesserten Stadt-Umland-Beziehung. Im Gegensatz zur internationalen Lkw-Transitachse A 22 profitieren bei den Bahnprojekten vor allem die Anwohner der Region durch einen attraktiven Nahverkehr und der Entlastung des Straßenverkehrs. Der Erfolgszug ‚metronom’ zwischen Hamburg und Bremen mit einem Fahrgastzuwachs von 30 Prozent beweist, dass die Bürgerinnen und Bürger bei einem ansprechendem Angebot ihr eigenes Mobilitätsverhalten tatsächlich verändern“, so Frömming.

 

Rückfragen:

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629 (Geschäftsführer)

 

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