VCD: „Autobahn-Pläne endlich aufgeben!“
Pressemitteilung 14/2006 vom 24.03.2006 Zu A 39-Informationsveranstaltungen in Uelzen: A 39 weder ökonomisch noch ökologisch tragbar Hannover/Uelzen.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Niedersachsen,
plädiert für eine Aufgabe der Planungen für die Autobahn
A 39 Lüneburg - Wolfsburg. Nach Auffassung des VCD ist die
Autobahn weder ökonomisch noch ökologisch tragbar. "Besser
ein rasches Ende jetzt als das langatmige Festhalten an jahrelangen
Planungskosten!", fordert VCD-Landesvorsitzender Martin Mützel.
Gleichzeitig spricht sich der VCD für einen Ausbau der
Bahnverbindung Uelzen – Gifhorn – Braunschweig aus. Der VCD engagiert sich bereits seit Jahren für Umsetzung einer effizienten und umweltfreundlichen Verkehrspolitik in Niedersachsen. „Abgesehen von den erheblichen Eingriffen in den relativ intakten Naturhaushalt stellt die A 39 wirtschaftlich nach dem vorliegenden Datenmaterial ein Desaster dar. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39 liegt mit 1,87 statt bei der bisher angegebenen 3,4 deutlich unter dem Wert, der eine Autobahn im Ansatz rechtfertigt. Jede weitere Planung dieser Autobahn verbrennt somit unnötig knappe Steuergelder!“, so Mützel. Nach Ansicht des VCD ist die Bewertung durch das Bundesverkehrsministerium ohnehin „sehr optimistisch“.
Gleichzeitig spricht sich der VCD für einen Ausbau der Bahnverbindung Uelzen – Gifhorn – Braunschweig aus. Mützel: „Tempo 60 ist einfach nicht mehr zeitgemäß!“ Hierüber könnte prinzipiell auch das VW-Werk mit dem Hamburger Hafen verbunden werden. „Auch für den Lkw-Verkehr lohnt sich die A 39 nicht. Besser wäre es unnötige Lkw-Fahrten durch eine Erhöhung der Maut auf allen Straßen ganz zu vermeiden oder auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern!“
Rückfragen: Martin Mützel, Tel. 0171 9335381
|