VCD: „Land soll Bahn-Infrastruktur zusichern!“

 


Pressemitteilung 17/2006 vom 25.05.2006

Geplanter Verkauf der Osthannoverschen Eisenbahn AG

Auch Sorge um Nahverkehrs-Wettbewerb in Niedersachsen

Hannover/ Celle. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) betrachtet den geplanten Verkauf der Landesanteile an der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) AG mit großer Sorge. Vor allem das derzeit nicht im Personenverkehr bediente 320 Kilometer lange Schienennetz ist bei einem Verkauf an einen privaten Anbieter in der Substanz ernsthaft gefährdet, befürchtet der VCD.
 

„Es kann nicht sein, dass das Land nach und nach öffentliches Tafelsilber in die Privatwirtschaft abgibt und keine Sorge für die Bahn-Infrastruktur in Niedersachsen trägt!“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Private Investoren würden sich statt für die OHE-Infrastruktur sicher weitaus interessierter an den Anteilen der erfolgreichen ‚metronom’ Eisenbahn GmbH zeigen, die anteilig zur OHE gehört. „Wir fordern die Landesregierung auf, die Auswirkungen eines möglichen OHE-Verkaufs auf den Wettbewerb der Schienennahverkehrsdienstleister in Niedersachsen sorgfältig zu berücksichtigen,“ so Frömming.


Zwar hat die CDU/FDP mit ihrer Mehrheit unlängst im Wirtschaftsausschuss ein Plädoyer für den Erhalt der OHE-Infrastruktur und den Wettbewerb im Nahverkehr abgegeben. Diese Aussagen seien aber nach Auffassung des VCD derart „weich“ formuliert, dass bei einem Verkauf der OHE-Anteile eher zu befürchten steht, dass das Land kurzfristigen Gewinnerlösen den Vorrang vor langfristig wichtigen Entwicklungen im Eisenbahngeschäft einräumt.

 

Rückfragen:

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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