VCD: "Öffentlicher Nahverkehr in Niedersachsen auf dem Rückzug!"

 


Pressemitteilung 18/2006 vom 16.06.2006

Bundesratsbeschluss zu Kürzungen im Nahverkehr:

Stopp wichtiger Vorhaben befürchtet 

Hannover/ Berlin. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die  heutige Entscheidung des Bundesrates, den geplanten Kürzungen der Bundesregierung im Öffentlichen Nahverkehr zuzustimmen. ‚Niedersachsen als Flächenland  trifft diese Entscheidung besonders hart! Die Erfolgsgeschichte des umweltfreundlichen Nahverkehrs wird politisch ausgebremst. Weniger Züge und höhere Fahrpreise können wir nicht mehr ausschließen’, erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

 

Trotz einer um 500.000 Mio. geringeren Kürzung der sogenannten Regionalisierungsmittel befürchtet der VCD deutliche Einschnitte im Nahverkehr auch in Niedersachsen. Wichtige Projekte, wie der Ausbau der S-Bahn Hannover, der ‚Heidebahn’ von Soltau nach Walsrode oder die Reaktivierung von Bahnhöfen und Regionalstrecken stehen nun zur Diskussion. Gleichzeitig warnt der VCD vor steigenden Preisen für Busse und Bahnen. ‚Obwohl in den letzten zehn Jahren die Zahl der Fahrgäste um fast 30 Prozent gestiegen ist, beschließen Bund und Länder einen Stopp dieser Erfolgsgeschichte. Das ist aus umwelt- und regionalpolitischer Sicht ein Skandal!’, so Frömming.


Nach der heutigen Bundesratsentscheidung steht nach Auffassung des VCD jetzt die Landesregierung in Hannover in der Verantwor­tung, die Mittelkürzungen aufzufangen und ein gutes Angebot von Bus und Bahn weiterhin zu gewährleisten. Dafür biete sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer an, von der das Land Niedersachsen ebenfalls zu etwa einem Drittel profitiert.


 

Rückfragen:

Michel Frömming,  Tel. 0173 9330629

 

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