VCD fordert Landesregierung auf, die Finanzierung für den Öffentlichen Nahverkehr zu sichern 

 


Pressemitteilung 19/2006 vom 04.07.2006

Gekürzte Mittel für den Nahverkehr

Beispiel aus Bayern und Berlin vorbildlich

Hannover. Vor zwei Wochen hat der Bundesrat der Kürzung der finanziellen Mittel im Öffentlichen Nahverkehr zugestimmt. Nach Auffassung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) droht dem Nahverkehr neben weniger Zügen und höheren Fahrpreisen somit auch ein Innovationsstau für neue Bahnprojekte in Niedersachsen. Der VCD fordert die Landesregierung auf, den Beispielen aus Bayern und Berlin zu folgen und Mittel aus höheren Mehrwertsteuereinnahmen für den Nahverkehr freizugeben.

 

„Mit Blick auf steigende Benzinpreise, den Umweltbelastungen des Autoverkehrs und der demographischen Entwicklung sehen wir das Land in der Pflicht, die Versorgung der Bevölkerung mit einem angemessenen Nahverkehr dauerhaft sicherzustellen, so VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Nach Meinung des VCD habe der regionale Bahnverkehr auf bestehenden Strecken mit Projekten wie ‚NordWestBahn’ oder den ‚metronom’-Angeboten erheblich an Attraktivität gewonnen. „Weiteren Maßnahmen, wie die Realisierung von Regionalstadtbahn-Systemen, neuen Strecken oder Bahnhöfen drohen mit den Kürzungen der Nahverkehrsmittel der Verschub auf das Wartegleis!“, so Frömming. „Angesichts der Erfolgsstory des Nahverkehrs in den letzten Jahren mit Zuwachsraten von bis zu 50 Prozent in einzelnen Bereichen darf die positive Entwicklung nicht auf halbem Wege stehen bleiben!“


Der VCD appelliert an die Landesregierung, den Beispielen aus Bayern und Berlin zu folgen und die Ausfälle durch die Kürzungen im Nahverkehr durch die höheren Einnahmen durch die Mehrwertsteuer ab 2007 mindestens zu kompensieren.


 

Rückfragen:

Michel Frömming,  Tel. 0173 9330629

 

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