VCD: "GigaLiner ist GigaQuatsch!"
Pressemitteilung 20/2006 vom 11.07.2006 Innovative Konzepte zur Lkw-Reduzierung eingefordert Appell an Politik zur Sicherung der Schieneninfrastruktur bei DB-Börsengang Hannover.
"Der GigaLiner ist GigaQutasch!“, so das Urteil des Verkehrsclub
Deutschland (VCD) zu dem neuem Schwerlast-Pilotprojekt der
niedersächsischen Landesregierung. Wirtschaftsminister Hirche hat
bereits als erstes Bundesland Ausnahmegenehmigungen für den
Einsatz deutlich längerer Lastkraftwagen erteilt, um
zusätzlichen Frachtaufkommen auf der Straße zu begegnen. „Größere Ladevolumina der 25 Meter-Lkw können vielleicht kurzfristig mit neuen Antriebstechnologien einen gewissen Beitrag zu weniger Emissionen darstellen; der Gesamtproblematik des ausufernden Schwerlastverkehrs wird damit nicht geholfen. Das Projekt ist eine falsche Weichenstellung!“, kritisiert VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming in Hannover. Der VCD fordert das Land auf, endlich für Rahmenbedingungen zu sorgen, die eine Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene ermöglichen. „Bis zum Jahr 2010 erwarten wir im Vergleich zu 1990 fast eine Verdoppelung des Straßengüterverkehrs. Die Zunahme des Lkw-Verkehrs hebt Verbesserungen durch leisere und sparsamere Motoren wieder auf, da helfen auch ‚GigaLiner‘ nicht", ist sich Frömming sicher.
An die Bundespolitik richtet der VCD den Appell, beim geplanten Börsengang der Deutschen Bahn AG dafür Sorge zu tragen, dass die Schieneninfrastruktur im Eigentum des Bundes verbleibt. Nur so könne sichergestellt werden, dass für künftige Güterverkehre auch genügend Gleistrassen zur Verfügung stehen. In der Vergangenheit hatte die Deutsche Bahn AG nach Auffassung des VCD mit maßlosen Gleisrückbaumaßnahmen auch in Niedersachsen dafür gesorgt, dass zusätzliche Güterverkehre auf der Schiene immer schwerer durchzuführen seien.
Rückfragen: Michel Frömming, Tel. 0173 9330629
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