VCD: Kinder verunglücken häufig in der Freizeit

 


Pressemitteilung 21/2006 vom 16.07.2006

Sommerferien starten Niedersachsen

Achtung Autofahrer: Kinder auf der Straße!

Hannover. Am kommenden Donnerstag starten in Niedersachsen die Sommerferien. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) ruft deshalb alle Autofahrer zu erhöhter Vorsicht auf, denn in den Ferien spielen Kinder vermehrt draußen. „Bitte fahren Sie besonders vorsichtig und achten Sie auf spielende Kinder! Denn jetzt sind Kinder häufiger als sonst mit Rollern, Fahrrädern oder Skateboards auf der Straße unterwegs“, appelliert VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

 

Der Umwelt- und Verbraucherverband VCD erinnert daran, dass Kinder aufgrund ihrer Entwicklung noch nicht in der Lage sind, die Gefahren des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen und sich angemessen zu verhalten. So könnten Kinder beispielsweise von rechts und links kommende Fahrzeuge nicht gleichzeitig erfassen. Parkende Autos versperrten Kindern beim Überqueren einer Straße zudem häufig die Sicht. Umgekehrt würden sie wegen ihrer geringen Körpergröße von Autos verdeckt und so leicht übersehen. „Helfen Sie mit, das Leben unserer Kinder zu schützen, und parken Sie bitte nicht auf den Spielwegen der Kinder“, mahnt Frömming.


Der VCD weist darauf hin, dass Kinder weniger auf dem Schulweg als beim Spielen in der Freizeit verunglücken. Zwar sei das Unfallrisiko vor Schulbeginn ebenfalls beträchtlich, doch steige nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl der verunglückten Fußgänger und Fahrradfahrerinnen im Alter von sechs bis 15 Jahren nachmittags deutlich an. Die meisten Kinderunfälle passieren demnach zur Spielzeit zwischen 16 und 18 Uhr im Umkreis von 500 Metern zur elterlichen Wohnung. Im Sommer ist die Zeit zwischen 13 und 19 Uhr besonders unfallträchtig für Kinder, die per Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren kamen im vergangenen Jahr wieder mehr Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr ums Leben. Im Jahr 2005 wurden 159 Kinder im Straßenverkehr tödlich verletzt, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Kinder, die auf dem Fahrrad getötet wurden, ist sogar um 78 Prozent gestiegen. Frömming: „Kinder bedürfen des besonderen Schutzes, speziell auf der Straße. Deshalb macht sich der VCD stark für mehr Spiel- und Bewegungsraum für Kinder und gleichzeitig für mehr Sicherheit auf ihren Alltagswegen. Das bedeutet mehr Spielstraßen, mehr Tempo-30-Zonen, mehr Rücksicht und neue Wege in der Verkehrssicherheit mit dem Konzept `Vision Zero - Null Verkehrstote`, das in anderen europäischen Ländern bereits in konkrete Politik umgesetzt wird.“


 

Rückfragen:

Michel Frömming,  Tel. 0173 9330629

 

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