VCD: „Land schiebt Nahverkehr aufs Abstellgleis!“
Pressemitteilung 30/2006 vom 13.11.2006
Haushaltsberatungen der Regierungsfraktionen in Lüneburg
CDU und FDP zum Einlenken aufgefordert
Hannover.
Heute und morgen beraten CDU und FDP während einer Klausurtagung
in Lüneburg den Landeshaushalt 2007. „Nach den bekannten
Aussagen der Regierungsfraktionen schiebt das Land Niedersachsen den
Schienenpersonnahverkehr aufs Abstellgleis! Schon zum Fahrplanwechsel
im Dezember sind erste einschneidende Streichungen in den
Fahrplänen angekündigt!“, erklärt Michael
Frömming, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD).
Der
VCD fordert die Koalition aus CDU und FDP eindringlich auf, die
Sparpläne zurückzunehmen und stattdessen den Ausbau des
umweltfreundlichen Nahverkehrs zu forcieren. Das Land erhält nach
einem Kompromiss im Bundesrat zwar einerseits weniger Mittel vom Bund
für den Betrieb von Regionalzügen, andererseits profitiert
das Land durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung zum 1. Januar 2007 um
ein Mehrfaches an Einnahmen. Sachsen, Berlin und Rheinland-Pfalz haben
diese höheren Einnahmen zur Kompensation in den Nahverkehr
weitergeleitet. Niedersachsen hingegen hat sich zum Abbau des
Bahnverkehrs entschieden. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen
auch in Niedersachsen vom Auto in die Bahn umsteigen bezeichnet
VCD-Landesvorsitzender Frömming das Vorgehen der Landesregierung
als „völlig absurd und an den Interessen der
Bevölkerung vorbei“. In den vergangenen Jahren hat sich nach
Angaben des VCD die Zahl der Bahn-Fahrgäste landesweit um 40
Prozent erhöht.
„CDU und FDP
verschlechtern ohne Not das Bahnangebot und diskutieren gleichzeitig
eine Erhöhung der Ausgaben für den Landesstraßenbau.
Angesichts der Entwicklungen des Klimas zeigt diese Landesregierung
einmal mehr, welchen Stellenwert eine umweltfreundliche und
zukunftsorientierte Verkehrspolitik in Niedersachsen hat:
bedauerlicherweise gar keinen“, urteilt Frömming.
Informationen:
Michael Frömming, Tel. 0173 9330629
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