VCD: 'GigaLiner ist und bleibt GigaQuatsch!'

 


Pressemitteilung 31/2006 vom 20.11.2006

Heutige Diskussion in Bundesverkehrsministerium

Falsche Konzepte aus Niedersachsen favorisieren mehr Lkw-Transporte

Hannover. "Der GigaLiner ist und bleibt GigaQutasch!“, so das Urteil des Verkehrsclub Deutschland (VCD) angesichts der heutigen Diskussionen im Bundesverkehrsministerium zu dem Schwerlast-Pilotprojekt aus Niedersachsen. Nach Angaben der „Allianz pro Schiene“ erörtern in Berlin heute Bundesverkehrsminister Tiefensee und betroffene Abteilungsleiter seines Hauses Perspektiven der in Niedersachsen eingeführten überlangen Lkw.

‚Größere Ladevolumina der 25 Meter-Lkw können vielleicht kurzfristig mit neuen Antriebstechnologien einen gewissen Beitrag zu weniger Emissionen darstellen; der Gesamtproblematik des ausufernden Schwerlastverkehrs wird damit nicht geholfen. Das Projekt ist eine falsche Weichenstellung auch in Sachen Verkehrssicherheit! Lkw sind immer öfter in schwere Unfälle verwickelt’, kritisiert VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming in Hannover. ‚Unterm Strich dient das Projekt dazu, die Transporte auf der Straße gegenüber der Schiene durch das größere zugelassene Volumen noch billiger fahren zu lassen. Minister Tiefensee soll heute einen endgültigen Schlussstrich unter das Projekt aus Niedersachsen ziehen!’



 
Der VCD fordern Bund und Land auf, endlich für Rahmenbedingungen zu sorgen, die eine Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene ermöglichen. „Bis zum Jahr 2010 erwarten wir im Vergleich zu 1990 fast eine Verdoppelung des Straßengüterverkehrs. Die Zunahme des Lkw-Verkehrs hebt Verbesserungen durch leisere und sparsamere Motoren wieder auf, da helfen auch ‚GigaLiner‘ nicht", ist sich Frömming sicher.

 Nach Auffassung des VCD hat der Lkw-Verkehr die Grenzen der Belastbarkeit von Mensch und Umwelt schon lange weit überschritten. „Die Lösung heißt: Vermeidung unsinniger Transporte, Verkürzung der Transportwege, mehr Güter auf die Schiene!“, so Frömming. „Der 'GigaLiner' ist hinsichtlich einer weitsichtigen Verkehrspolitik schlicht GigaQuatsch! Das Land sollte sich besser innovativen Logistik-Konzepten auf der umweltfreundlichen Schiene zuwenden und sich auf Bundesebene für eine Erhöhung der Lkw-Maut einsetzen.“



 

Informationen:

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

www.allianz-pro-schiene.de

 

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