Streit um Y-Trasse:
Pressemitteilung 8/2007 vom 30.03.2007 VCD fordert Politik zur Besonnenheit auf
Zeit für Prüfung effektiverer Alternativen nutzen
Hannover. Zu
mehr Besonnenheit in der Diskussion um die 'Y-Trasse' hat der
Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Politik in den norddeutschen
Bundesländern aufgefordert. ‚Es gibt überhaupt keinen
Grund, angesichts der Diskussion um die Finanzierbarkeit der 1,3
Milliarden Euro teuren Bahn-Neubautrasse von Hamburg und Bremen nach
Hannover in Panik zu verfallen!’, erklärt der
niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming.
Auch
nach Auffassung des VCD benötigen die norddeutschen Seehäfen
zukünftig eine bessere Anbindung auf der Schiene. ‚Die
Y-Trasse ist aber dabei jedoch die schlechteste Variante!’, so
Frömming. ‚Ursprünglich für den
Hochgeschwindigkeitsverkehr geplant, wurde sie aus unerklärlichen
Gründen kurzfristig zur Lösung des Güterverkehrs
umdefiniert. So schlicht kann man doch keine Infrastrukturpolitik
machen,’ moniert Frömming. In einer eigenen Studie hat der
VCD aufgezeigt, dass der Ausbau des vorhandenen Bahnnetzes nicht nur
kostengünstiger, sondern gerade auch hinsichtlich des
Güterverkehrs mehr Effekte aufweist. Der Ausbau etwa der Bahnlinie
von Hamburg über Buchholz, Soltau und Celle nach Hannover sowohl
für den Güter- als auch für den Personenverkehr
würde die bestehenden Hauptstrecken entlasten und der Heideregion
sogar einen besseren Anschluss an die Zentren bringen. ‚Die
Kapazitätsprobleme im Schienenverkehr liegen aber gar nicht in der
Region zwischen den Ballungszentren, sondern vor allem in den
überlasteten Bahnkonten Hamburg und Bremen. Dort müssten
umgehend Baumaßnahmen erfolgen!’, so Frömming.
Angesichts
der aktuellen Entwicklungen freut sich der VCD, dass die Nachfrage zu
Alternativkonzepten in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen ist.
‚Wir arbeiten weiter mit Nachdruck daran, Norddeutschland vor
einer der größten Fehlinvestitionen im Schienenverkehr zu
bewahren. Noch ist Zeit genug, gemeinsam den Ausbau des bestehenden
Bahnnetzes in Angriff zu nehmen!’, so Frömming.
Rückfragen:
Michael
Frömming, Tel. 0173 9330629
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