Erörterungstermin zur A 39 Lüneburg – Wolfsburg:

 


Pressemitteilung 11/2007 vom 17.04.2007

VCD: „Null-Variante ist die beste Variante!“

Verkehrspolitik besser auf parallele Schienenprojekte konzentrieren

 

Lüneburg/Celle. „Die weitere Planung für die umstrittene Autobahn A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg muss vom Tisch! Die Null-Variante ist noch immer die beste A 39-Variante“, erklärt Hans-Christian Friedrichs, Landesvorstandsmitglied des Verkehrsclub Deutschland (VCD). Anlässlich der an diesem Donnerstag und Freitag in Uelzen stattfindenden Erörterung für die A 39 bemängelt der VCD den Willen der Landesregierung, eine zukunftsfähige Verkehrspolitik in Niedersachsen zu erkennen und umzusetzen.

„Neue Autobahnen entsprechen nicht mehr den Erfordernissen einer modernen und intelligenten Verkehrspolitik!“, so Friedrichs. Im Personenverkehr habe es nach VCD-Angaben selbst in Niedersachsen in den vergangenen zehn Jahren einen Zuwachs von 40 Prozent mehr Fahrgästen in Bussen und Bahnen gegeben. Angesichts der aktuellen Klimaentwicklungen wollen immer mehr Menschen umweltfreundliche Mobilitätsangebote nutzen. „Gerade parallel zur A 39 gibt es noch erhebliche Defizite im Öffentlichen Nahverkehr, etwa auf der Zweigstrecke von Uelzen nach Braunschweig oder auf den derzeit gar nicht betriebenen Bahnlinien von Lüneburg nach Soltau oder in Sachsen-Anhalt von Salzwedel nach Oebisfelde/Wolfsburg!“, so Friedrichs.

Um endlich mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bekommen, fordert der VCD die Landesregierung in Hannover auf, sich für eine schrittweise Erhöhung der Autobahn-Maut auszusprechen und diese auf das ganze Straßennetz auszudehnen. Das selbst von der Bundesregierung kritisierte ‚Gigaliner’-Projekt für längere Lkw mit höheren Ladevolumina in Niedersachsen sollte zudem umgehend beendet werden. „Eine gute und vorsorgende Verkehrspolitik muss Sorge dafür tragen, den Lkw-Verkehr auf ein erträgliches Maß zu minimieren und gleichzeitig Alternativen auf den Weg zu bringen. Sowohl von der Erkenntnis, als auch vom Willen ist die Landesregierung noch meilenweit entfernt“, so Friedrichs.


Rückfragen: 

Hans-Christian Friedrichs, Tel. 04131 820545

 

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