Bessere Infrastruktur für Niedersachsen
Pressemitteilung 14/2007 vom 15.05.2007 VCD legt Bahnkonzept vor
Neue Direktverbindungen und Strecken vorgeschlagen
Hannover. Neue
Direktverbindungen, Bahnstrecken und Haltestationen für
Niedersachsen schlägt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) vor. Im
Auftrag des VCD-Landesverband Niedersachsen, hat Dipl.-Ing. Roland
Sellien von der Studiengruppe Nahverkehr (SGNV) das
„Schienenpersonennahverkehr (SPNV)-Konzept für Niedersachsen
und Bremen“ erstellt.
Ziel
der neuen Studie ist es, durch ein wirtschaftliches,
flächendeckendes und vor allem kundenorientiertes Angebot
wesentlich mehr Menschen zum Umstieg auf die umweltfreundliche Bahn zu
gewinnen. Das Angebot im Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen
hat seit der Bahnreform erhebliche Fortschritte und Verbesserungen
erfahren. Trotzdem besteht landesweit noch erheblicher Nachhol- und
Aufbaubedarf. „Angesichts von 40 Prozent mehr Bahnfahrgästen
in den letzten zehn Jahren und der Klimaentwicklungen muss sich die
Landesregierung in Hannover um eine zukunftsfähige Verkehrspolitik
bemühen. Immerhin rangiert Niedersachsen in der Bahnnutzung im
Vergleich aller Bundesländer mit Platz 12 am unteren Ende“,
erklärt VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming.
Außerdem setze die Landesregierung mit neuen Autobahnen und dem
„Gigaliner“ falsche Weichenstellungen.
Das
Konzept zeigt in einer Bestandsaufnahme, wie das Angebot auf den
bestehenden Linien durch neue und umsteigefreie Verbindungen noch
kundenfreundlicher und wirtschaftlicher gestaltet werden kann. "In
vielen Fällen ist dieses sogar mit einer Reduzierung der
Betriebskosten verbunden“, so Dipl.-Ing., Sellien. Außerdem
beleuchtet der Verfasser an einigen Beispielen, wie mit neuen
Bahnhöfen und Strecken die Attraktivität des Nahverkehrs
verbessert werden kann. Mittelfristig reaktiviert werden sollen demnach
unter anderem die Linien (Bremen -) Bremervörde – Stade,
Bremervörde – Rotenburg (Wümme), Zeven – Tostedt,
Aurich – Emden, Soltau - Celle, Bassum – Rhaden, Diepholz
– Nienburg, Rinteln – Stadthagen und Braunschweig –
Wendeburg. Finanziert
werden sollen die vom VCD geplanten Maßnahmen neben weiterem
Wettbewerb bei den Verkehrsunternehmen, mehr Fahrgästen und eine
bessere Auslastung der Züge vor allem durch eine Umschichtung im
Verkehrsetat. „Während seit Gründung der Bundesrepublik
aus vorgeblichen Gründen der Daseinsvorsorge hunderte von neuen
Fernstraßenkilometern in Niedersachsen gebaut wurden,
verschwanden mehr als 3.000 Kilometer im Bahnnetz. Noch heute sehen die
Haushalte des Bundes und Landes für Niedersachsen mehr Mittel
für den Straßenbau als für den Nahverkehr vor. Ein
Umdenken in der Verkehrs- und entsprechend in Haushaltspolitik ist
überfällig!“, so Frömming.
Der
VCD wird das Konzept in diesen Tagen an Entscheidungsträger in
Niedersachsen versenden und hofft auf eine intensive Debatte.
„Wichtig ist, dass es überhaupt im Lande einen Aufschlag
für eine Debatte um eine zukunftsfähige Verkehrspolitik
gibt!“, so Frömming. „Wir stehen für einen
konstruktiven Dialog in jedem Fall bereit!“ Download hier
Rückfragen:
Michael Frömming, Tel. 0173 9330629
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