Bekanntgabe der Küstenautobahn-Linienführung:

 


Pressemitteilung 15/2007 vom 29.05.2007

VCD: „Null-Variante die beste Lösung für Niedersachsen!“

Forderung nach höherer Lkw-Maut

 

Hannover. Anlässlich der heutigen Bekanntgabe der voraussichtlichen Linienführung der geplanten „Küstenautobahn“ A 22 zwischen Weser und Elbe fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) das sofortige Ende aller weiteren Planungen für diese Fernstraße. „Die Null-Variante ist die beste Variante für Niedersachsen!“, so VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

Nach Auffassung des VCD passen Küstenautobahn und zukunftsfähige Verkehrsplanung einfach nicht zueinander. „Die Trasse pumpt noch mehr Lkw in die Region, zerstört wertvolle Landschaften und bindet erhebliche öffentliche Gelder, die an anderen Stellen besser eingesetzt werden müssten“, ist sich Frömming sicher. „Leidtragende sind die Menschen an der neuen Trasse, die mit dem Lärm und Abgasen leben sollen“. Für die lokale Wirtschaft sieht der VCD keine nennenswerten Vorteile: „Die Küstenautobahn ist eine reine Schwerlast-Transitachse; nennenswerte lokale wirtschaftliche Effekte sind nicht zu erwarten“, so Frömming. Dies habe sich bereits beim 350 Millionen Euro teuren Wesertunnel gezeigt. Außer 70 verlorenen Arbeitsplätzen auf den Fähren gibt es bis heute keine aussagekräftigen Wirtschafts- und Arbeitsplatzeffekte.

Der VCD setzt sich für eine Reduzierung der Lkw-Transporte durch eine Steigerung der Lkw-Maut ein. „Unnötige Transporte können wir so vermeiden, notwendige Verkehre auf die umweltfreundliche Schiene verlagern!“, erklärt Frömming. „Wir müssen davon wegkommen, dass Lkw-Kolonnen auf den Straßen ein Indiz für eine florierende Wirtschaft darstellen, denen man nur mit noch mehr Fahrspuren oder neuen Fernstraßen begegnet. Eine intelligente Verkehrspolitik hingegen sorgt dafür, dass notwendige Gütertransporte angesichts von Umwelt- und Klimaentwicklungen weitgehend über die Schiene abgewickelt werden. Dies sei bei den zu erwartenden Transitverkehren in der Elbe/Weser-Region die beste Lösung.


Rückfragen: 

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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