Schwerer Bus-Unfall in Sachsen-Anhalt mit voraussichtlicher Lkw-Beteiligung

 


Pressemitteilung 16/2007 vom 18.06.2007

VCD: „Lkw-Verkehr endlich verlagern und vermeiden!“

Niedersachsen soll ‚Gigaliner’-Projekt stoppen

 

Hannover. Nach dem heutigen schweren Busunglück auf der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt mit voraussichtlicher Lkw-Beteiligung fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auch in Niedersachsen die Politik auf, den Lkw-Verkehr auf ein erträgliches Maß zurückzuführen. „Das Land soll eine Vorreiterrolle für weniger Lkw und mehr Verkehrssicherheit auf unseren Straßen einnehmen. Gleichzeitig fordern wir die Landesregierung auf, das sogenannte Gigaliner-Projekt für überlange Lkw sofort einzustellen!“, so VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

Gegenüber dem ZDF hatte die lokale Autobahnpolizei erklärt, dass ein Lkw vermutlich Auslöser für das heutige schwere Bus-Unglück mit 13 Toten gewesen sei. Seit Jahren mahnt der VCD angesichts der inzwischen fast zum Alltag gehörenden Meldungen über schwere Unfälle mit Lkw auf den Straßen Konsequenzen vom Bund und Land an. „Die Politik muss die Weichen dafür stellen, dass unnötige Transporte runter von der Straße kommen!“, so Frömming. Der VCD bemängelt, dass es trotz Lkw-Maut offensichtlich noch immer lukrativ sei, Verkehre nicht im ausreichenden Maße auf die sichere Schiene zu verlagern. „Der von Niedersachsen trotz aller Kritik noch immer genehmigte Versuchsbetrieb mit überlangen Lkw muss auch wegen zusätzlicher Gefahren für die Verkehrssicherheit endlich eingestellt werden!“, so Frömming. Verkehrspolitisch sei der Gigaliner das absolut falsche Signal für Verkehrssicherheit und Umweltschutz in Deutschland.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Hirche solle nach Meinung des VCD auch auf seine Kollegen in den Ländern und im Bund einwirken, die Lkw-Maut weiter schrittweise zu erhöhen, auf Kleintransporter auszuweiten und auf alle Straßen auszudehnen. „Die Politik kann bei gutem Willen weitere Anreize für Unternehmen schaffen, die Verlagerung auf die Schiene zu forcieren, beziehungsweise ganz zu vermeiden!“, so der VCD-Sprecher.


Rückfragen: 

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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