Geplante Einkaufsmärkte an der A 7 in Egestorf und Bispingen

 


Pressemitteilung 20/2007 vom 18.06.2007

VCD: "Shopping-Center an Autobahnen veröden Innenstädte und belasten Klima!"

Stärkung des Einzelhandels in den Kommunen gefordert

 

Hannover. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) wendet sich an die Landespolitik und die betroffenen Kommunen, Pläne für Shopping-Center auf der Grünen Wiese entlang von Autobahnen nicht weiter zu verfolgen. "Wir betrachten die aktuellen Planungen an der A 7 in Bispingen und nun auch in Egestorf bei Harburg mit großer Sorge. Die Politik fördert hier konkret das Veröden der gewachsenen Innenstadt-Strukturen sowie die weitere Abhängigkeit vom Autoverkehr!", erklärt VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

Der US-amerikanische Mineralöl-Konzern "Flying J" beabsichtigt nach Angaben des NDR im Kreis Harburg an der A 7 in Egestorf einen Autohof mit Restaurants, Geschäften, Hotels und ein Spielcasino einzurichten. In Bispingen hält sich zudem nach wie vor der Plan für ein sogenanntes Factory-Outlet-Center. "Diese Ansiedlungen sind Gift für gewachsene Strukturen in den benachbarten Gemeinden und Landkreisen! Während die Politiker in den von den Planungen betroffenen Kommunen auf schnelle Profite setzen, müsste andernorts mit Sicherheit beobachtet werden, wie attraktive und zumeist mit Steuergeldern unterstützte Fußgängerzonen zu Grunde gehen!", befürchtet Frömming. Zudem sei mit erheblichen Belastungen durch zusätzlichen Pkw-Verkehr zu rechnen. "Wer den Klimaschutz Ernst nimmt, muss Einkaufszentren auf der Grünen Wiese vermeiden helfen. Denn ohne den eigenen Pkw sind die nicht erreichbar, ein Anschluss an Bahn- oder Buslinien zumeist nicht möglich!"

Eine verantwortungsvolle Landespolitik müsse sich nach Meinung des VCD ordnungspolitisch gegen Shopping-Center an den Autobahnen einsetzen. Auch sollten Vergnügungsparks ohne Anschluss an den Öffentlichen Verkehr nicht genehmigt werden. Gleichzeitig seien die Innenstädte aber auch gefordert, die eigenen Zentren weiter attraktiv für Kunden zu gestalten, beispielsweise durch Veranstaltungen, der Ausweitung von Fußgängerzonen oder der besseren Erreichbarkeit für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer.


Rückfragen: 

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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