Verkehrsministerkonferenz zum Bahn-Börsengang

 


Pressemitteilung 22/2007 vom 01.08.2007

VCD unterstützt Hirche-Position
zum Erhalt des Schienennetzes in öffentlicher Hand
Börsen-Netz hätte weitere Stilllegungen zur Folge

 

Hannover. Anlässlich der an diesem Donnerstag stattfindenen Länder-Verkehrsministerkonferenz zum Bahn-Börsengang unterstützt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die ablehnende Haltung von Verkehrsminister Hirche zur geplanten Teil-Privatisierung des Schienennetzes. „Das Schienennetz muss im öffentlichen Eigentum bleiben, andernfalls droht ein weiterer Abbau der Bahn-Infrastruktur vor allem in der Fläche!“, erklärt der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming.

Die Deutsche Bahn AG habe nach Auffassung des VCD in den vergangenen Jahren auch in Niedersachsen bereits drastisch veranschaulicht, wie fatal die rein Börsen-orientierte Schienenpolitik des Bundes und des DB-Konzerns aussieht. „Ausgebaute Weichen und Gleise, verrottete Güterbahnhöfe und abgebaute Zweigstrecken stehen im völligen Gegensatz zu immer mehr Wachstum im Personen- und Güterverkehr auf der Schiene. Ebenso wie Minister Hirche sehen wir durch eine Privatisierung des Schienennetzes eine Gefahr der Konzentration auf die großen Strecken“, so Frömming.

Der VCD appelliert an Minister Hirche, gemeinsam mit seinen Kollegen aus den anderen Bundesländern, die von Bundesverkehrsminister Tiefensee und Bahnchef Mehdorn angestrebte Privatisierung des Schienennetzes abzulehnen. Ziel aller gemeinsamen Anstrengungen muss es sein, durch den Ausbau des vorhandenen Schienennetzes für mehr Kapazitäten auf der umweltfreundlichen Schiene zu sorgen. „Die so deutliche Übernahme der rendite-orientierten DB-Konzernpläne für das Schienennetz durch Bundesverkehrsminister Tiefensee ist höchst beklagenswert!“, so Frömming.

 


Rückfragen: 

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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