Verkehrsministerkonferenz zum Bahn-Börsengang

 


Pressemitteilung 23/2007 vom 10.08.2007

Diskussion über Kosten und Tauglichkeit für Seehäfenanbindung
VCD: Y-Trasse muss Neubewertung unterzogen werden
Unterstützung für CDU und SPD-Initiative

 

Hannover. Das Vorhaben "Y-Trasse" muss einer vollkommenen Neubewertung unterzogen werden. Dies ist inzwischen nicht nur die Ansicht des Verkehrsclub Deutschland (VCD), sondern auch der Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel (CDU) und Joachim Stünker (SPD) im Wahlkreis Rotenburg/Verden. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Scheeßel hatten sich beide MdB über die neueren Studien der Universität Hannover und des VCD erkundigt.

Bereits in der Studie des VCD hatte Dipl.-Ing. Roland Sellien festgestellt, dass durch die Y-Trasse für Hamburg keine ausreichende Kapazität für den Güterverkehr geschaffen wird. Für Bremen liegt der Kapazitätszuwachs sogar bei praktisch Null. Die Y-Trasse schneidet die Bremischen und niedersächsischen Seehäfen vom steigenden Hafenhinterlandverkehr ab, während Hamburg zumindest minimal profitiert. „Selbst bei einer Realisierung des Vorhabens ist nach unserer Studie damit zu rechnen, dass Eisenbahnverkehrsunternehmen ihre Güterzüge nicht über die Y-Trasse von Hamburg oder Bremen nach Hannover fahren lassen werden, da dort die Trassenkosten wesentlich höher als auf bestehenden Linien zu erwarten sind. Die neue Trasse bringt auch deshalb nichts, da die Kapazitätsprobleme für den Güterverkehr in den Bahnknoten Hamburg und Bremen liegen, nicht in der Lüneburger Heide!“, so VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

„Man kann nicht mal so eben eine Hochgeschwindigkeitstrasse in eine Güterbahn umdefinieren!“, so Frömming. Der VCD appelliert an die verantwortliche Politik und die Deutsche Bahn AG, die Y-Trasse in der bisherigen Form endlich aufzugeben. „Das weitere Festhalten an der Y-Trasse verzögert den zügigen Kapazitätsausbau auf bestehenden Bahnstrecken. Somit verlieren wir Monat für Monat für eine Verbesserung der Seehäfen-Anbindung. Dies kann nicht im Interesse der Städte Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven und weiterer Hafenstandorte sowie der verladenden Hafenwirtschaft sein!“, so Frömming. Deshalb hofft der VCD, dass der Appell der MdB Grindel und Stünker zur Neubewertung der Y-Trasse bei den norddeutschen Kolleginnen und Kollegen sowie in Berlin Gehör findet.

 


Rückfragen: 

Michael Frömming, Tel. 0173 9330629

 

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