Diskussion um Feinstaubbelastung in Hannover


Pressemitteilung 31/2007 vom 19.12.2007

VCD fordert rasche und konsequente Umsetzung der Umweltzone in Hannover
Verband bemängelt durchsichtige ADAC-Kampagne zulasten des Gesundheitsschutzes

 

Hannover. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert die rasche und konsequente Umsetzung der Umweltzone in Hannover. Nach Auffassung des VCD stellt die Umweltzone ein wichtiges Element dar, die Bevölkerung von den Auswirkungen des Straßenverkehrs zu schützen. „Wenn die Umweltzone ein Baustein zur Verringerung der gefährlichen Feinstaubbelastungen ist, dann gehört sie so rasch wie möglich umgesetzt!“, erklärt VCD-Landesvorstandsmitglied Hans-Christian Friedrichs. Scharfe Kritik übt der VCD am ADAC, der sogar Musterklagen gegen die Umweltzone unterstützen will.


Nach Auffassung des VCD stellt die Umweltzone ein Instrument dar, die Feinstaubbelastungen kurzfristig zu reduzieren. Gleichzeitig sollten Autofahrer intensiv über die Notwendigkeit für derartige Maßnahmen informiert und zum Kauf umweltverträglicher Fahrzeuge animiert werden. „Ohne die Umsetzung der Umweltzone wird diese Debatte zunächst im Sande verlaufen, dann aber in ein bis zwei Jahren verschärft als Wiedervorlage auf den Tisch kommen. Spätestens zum Jahr 2011 sind nach der EU verringerte Feinstaubwerte gesetzlich zwingend erforderlich“, so Friedrichs. „Insofern sind die Attacken des ADAC gegen die Umweltzone schlicht populistisch und lassen die verkehrspolitische Weitsicht des Autoclubs vermissen. Wir können uns kaum vorstellen, dass 15 Millionen ADAC-Mitglieder eine so Auto-zentrierte Verbandspolitik zulasten des Gesundheitsschutzes tatsächlich unterstützen!“, so Friedrichs.


Der VCD hofft, dass weitere norddeutsche Städte sich alsbald dem positiven Beispiel der Stadt Hannover anschließen und eigene Umweltzonen umsetzen.



Rückfragen: 

Hans-Christian Friedrichs, Tel. (0 41 31) 82 05 44

 

 

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